Pleitewelle auch in Deutschland ungebrochen

12. Juli 2005, 13:57
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Neuer Rekord in Sicht: Erstmals rund 40.000 Pleiten 2006 erwartet

Hamburg - Wie in Österreich ebbt auch in Deutschland trotz des leichten Wirtschaftswachstums die Firmenpleitewelle 2005 nicht ab. Nach einem minimalen Rückgang 2004 wird die Zahl der Firmeninsolvenzen in diesem und im nächsten Jahr wieder steigen, heißt es in der jüngsten Insolvenzprognose der Kreditversicherung Euler Hermes, die am Mittwoch in Hamburg vorgestellt wurde.

In diesem Jahr rechnet Euler Hermes für Deutschland mit einem Anstieg um ein Prozent auf 39.600 Insolvenzen, im nächsten Jahr könnten sogar erstmals rund 40.000 Pleiten erreicht werden.

Verstärkte Dynamik

Nach einer Beruhigung in den ersten drei Monaten zeichne sich wieder eine verstärkte Dynamik ab, teilte der zum Finanzkonzern Allianz gehörende Kreditversicherer am Mittwoch in Hamburg mit.

In den einzelnen Branchen sei der Trend ungebrochen. Während das verarbeitende Gewerbe vom Export profitiere und einen Rückgang der Insolvenzen um fünf Prozent verzeichne, stagnierten die Firmenpleiten am Bau.

Im deutschen Handel sei ein Anstieg um ein Prozent zu erwarten, der Dienstleistungssektor werde voraussichtlich ein merkliches Plus von drei Prozent auf knapp 18.600 Firmeninsolvenzen verzeichnen, so Euler Hermes. (APA/dpa/Reuters)

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