AMA fürchtet keine Exportsperren

2. Juli 2005, 19:38
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Geflügelmäster als Profiteure der BSE-Krise 2001 - mit Grafik

Wien - Die Agrarmarkt Austria (AMA) fürchtet keine Exportsperren für heimisches Rindfleisch auf Grund des jüngsten BSE-Falles. Einbrüche bei Preis und Absatzmenge wie beim bisher letzten heimischen BSE-Fall im November 2001 seien weder im In- noch im Ausland zu befürchten, erklärte AMA Marketing-Chef Stephan Mikinovic. Im Gesamtjahr 2005 erwartet die AMA einen Absatzanstieg gegenüber 2004, wo es bereits zu einem kräftigen Wachstum gekommen war.

Bevölkerung ist gut informiert

Sollte es wider Erwarten zu einer Konsumverweigerung in den nächsten Tagen kommen, werde man mit einer Infokampagne regieren, so der AMA-Boss. Derzeit sehe man aber noch keine Veranlassung dafür, schließlich habe der Informationsstand der Bevölkerung seit der BSE-Krise 2001 erheblich zugenommen. Außerdem sei die durch BSE hervorgerufenen Creuzfeldt-Jakob-Krankheit seit Jahren rückläufig.

Kaum Auswirkungen aufs Geschäft erwartet auch Karl Schirnhofer, Chef des gleichnamigen steirischen Fleisch- und Wurstkonzerns. Auch er glaubt, dass der Wissenstand der Bevölkerung zu- und die Verunsicherung abgenommen habe. Dazu hätten auch die vermehrten Kontrollen nach 2001 geführt. Damals hatten selbst kleinere Fleischereien erhebliche Umsatzeinbußen hinnehmen müssen. So erklärte etwa die Fleischerei Stöckelmaier im niederösterreichischen Großmugl, dass sie vor vier Jahren einen Verkaufsrückgang bei Rindfleisch von rund 15 Prozent verzeichnete.(APA)

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    Österreichs Rindfleisch-Außenhandel

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