Für Foe und gegen Rassismus

11. Juli 2005, 15:06
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Blatter: "Wir müssen uns die einzigartige Kraft des Fußballs zu Nutze machen"

Frankfurt/Main - Der Fußball-Weltverband (FIFA) wird das zweite Halbfinale beim Confederations Cup am Sonntag in Hannover dem Gedenken an den vor zwei Jahren beim Confed-Cup gestorbenen Kameruner Marc-Vivien Foe widmen. Der 28-jährige Foe hatte am 26. Juni 2003 im Halbfinale gegen Kolumbien im Stadion Gerland von Lyon den plötzlichen Herztod erlitten.

"Nein zu Rassismus"

Vor dem Anpfiff der beiden Halbfinali am Samstag werden die Kapitäne der Mannschaften eine Erklärung verlesen, in der sie Diskriminierung im Fußball und in der Gesellschaft eine klare Absage erteilen. Außerdem wird ein Banner mit der Aufschrift "Nein zu Rassismus" vor den Partien ausgebreitet.

"Wir müssen uns die einzigartige Kraft des Fußballs bei der sozialen Entwicklung und der Friedensförderung sowie der Bekämpfung von Diskriminierung zu Nutze machen", sagte FIFA-Präsident Joseph Blatter zur Aktion im Rahmen des 4. Anti-Diskriminierungs-Tages. Es sei Teil der sozialen Verantwortung der FIFA. "Wir verstehen unsere Wettbewerbe nicht nur als sportliche Bühnen, sondern auch als Plattform im Bestreben, die drängendsten sozialen Probleme unserer Zeit ins öffentliche Bewusstsein zu rücken."

Eingebunden ist auch die parallel laufende Weltmeisterschaft der U-20-Mannschaften in den Niederlanden. "Mit ihrem Engagement machen die Teams in den Niederlanden und Deutschland klar, dass sie Rassismus ablehnen und dagegen vorgehen wollen", sagte Frankreichs Superstar Thierry Henry als FIFA-Botschafter gegen Rassismus.(APA/dpa)

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    Der verstorbene Marc-Vivien Foe.

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