Vier Pfoten spricht von Warnsignal

2. Juli 2005, 19:38
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"Zeigt wie wichtig Verzicht auf Kraftfutter und Tiermehl in der Lebensmittel-Produktion sind"

Wien - Laut Vier Pfoten zeige der neue BSE-Fall - nach diversen Schweinemast- und Futtermittelskandalen - einmal mehr, wie labil das System der Erzeugung tierischer Lebensmittel sei. Die Tierschützer bedauern, dass "anscheinend sogar an diesem Bergbauernhof den Tieren mit Kraftfutter zu zusätzlichen Wachstum verholfen wurde", so eine Aussendung am Mittwoch.

Bei den von der EU eingeführten verpflichtenden BSE-Kontrollen handlt es sich laut der Tierschutzorganisation nur um Stichprobenuntersuchungen, die an Rindern mit mehr als 30 Monaten durchgeführt werden. "Auch wenn die BSE-Zahlen europaweit stark rückläufig sind, sollte der aktuelle Fall den Entscheidungsträgern zu denken geben. Zwingend ist für uns Tierschützer deswegen die Weiterführung der strengen Testauflagen", erklärte Andreas Sax, Kampagnenleiter von Vier Pfoten.

Die Pläne des für Gesundheit und Verbraucherschutz zuständige EU-Kommissar Markos Kyprianou, die BSE-Kontrollen zu lockern, sollten sich nun laut Vier Pfoten erledigt haben. "Der aktuelle Fall in Österreich und die jährlich hundert weiteren Fälle in Europa rechtfertigen in keinem Fall eine Aufhebung der Sicherheitsbestimmungen."

Einmal mehr zeige sich, dass nur eine artgerechte Ernährung von Nutztieren, d.h. der Verzicht auf Kraftfutter und Tiermehl, Sicherheit für das Tier und auch für den Konsumenten bieten kann. "Wir von Vier Pfoten treten für eine Landwirtschaft ein, die tiergerechte und ökologisch verträgliche Nutztierhaltung praktiziert und damit die gewünschte Sicherheit vom Stall bis zum Teller garantiert", betonte Sax.(APA)

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