Handy bei Verschuldung junger Menschen in NÖ "an oberster Stelle"

4. Juli 2005, 10:39
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Offene Handyrechnungen von durchschnittlich 2.000 Euro

Das Handy stehe "an oberster Stelle, wenn es um die Verschuldung junger Menschen geht". Diese Feststellung traf die in Niederösterreich für Konsumentenschutz zuständige Landesrätin Christa Kranzl (S) unter Hinweis auf statistische Daten der Schuldnerberatung aus 2004. Demnach liege die Hauptverschuldungsursache mit 31 Prozent im Konsumverhalten - Handy, Kleidung, Computer- und Videospiele an der Spitze.

Offene Handyrechnungen von wiederum 2.000 Euro

Laut Kranzl hatten im vergangenen Jahr allein 300 junge Menschen (im Alter bis 25) Kontakt mit der Schuldnerberatung NÖ aufgenommen. Bei einem Durchschnittseinkommen von 756,40 Euro habe die durchschnittliche Verschuldung 29.451,20 Euro betragen. Darin enthalten gewesen seien offene Handyrechnungen von wiederum 2.000 Euro im Schnitt.

Wer besitzt ein Handy?

Bereits länger zurück liegen Umfragen an Schulen ("Besitzt du ein Handy?"). Diese im Oktober 2001 an Hauptschulen gestellte Frage hatten bereits damals 27 Prozent mit ja und die Eltern bezahlen die Rechnung beantwortet, 60 Prozent mussten selbst für die Kosten aufkommen. An Berufsschulen hatten im April 2002 nur drei Prozent der Befragten angegeben, kein Handy zu besitzen. 93 Prozent zahlten die Rechnungen ihren Angaben zufolge selbst. Die durchschnittlichen Kosten wurden von 42 Prozent mit 14 bis 43 Euro, von 36 Prozent mit mehr als 43 Euro angegeben.

Prävention

Die Schuldnerberatung NÖ habe im vergangenen Jahr in 143 Schulklassen des Landes 3.378 Schülerinnen und Schüler beraten und aufgeklärt, so Kranzl weiter. Die Prävention werde aktuell fortgesetzt, zuletzt sei das vor 850 Schülern in der Region Ybbs der Fall gewesen.(APa)

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