NBA: Spurs holen den Titel

7. Juli 2005, 13:27
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San Antonio zum dritten Mal in sieben Jahren Champion - 81:74-Sieg im entscheidenden Spiel gegen die Detroit Pistons

San Antonio - Die San Antonio Spurs haben am Donnerstag mit einem 81:74-(38:39)-Heimsieg im alles entscheidenden siebenten Spiel der "best-of-seven"-Finalserie gegen den Vorjahres-Champion Detroit Pistons ihren dritten NBA-Titel in sieben Jahren gewonnen. Wie 1999 und 2003 ist der Erfolg auch 2005 ganz eng mit einem Namen verbunden: Tim Duncan, der zum dritten Mal zum wertvollster Spieler ("MVP") der Finals gewählt wurde.

Auch Spiel sieben drückte Duncan mit 25 Punkten und elf Rebounds seinen Stempel auf. "Es war nicht das beste aller Spiele, ich wollte mich einfach nur durchsetzen", erklärte der Power Forward, nachdem er zehn von 27 Würfen verwertet hatte. In den entscheidenden Phasen war Duncan aber auch gegen die starke Pistons-Defense zur Stelle. Zwölf Punkte erzielte der Saison-MVP der Jahre 2002 und 2003 im dritten Viertel, als die Spurs eine 48:39-Führung Detroits - die größte des Spiels - ausglichen.

Lob von den Verlierern

"Er hat das Team auf seine Schultern genommen und zum Meistertitel getragen. Das tun große Spieler", sagte Pistons-Center Ben Wallace, der Verteidiger des Jahres, der Duncan nicht davon abhielt, pro Finalspiel durchschnittlich mehr als 20 Punkte und 14 Rebounds einzustreuen. "Sein Spiel ist teils unauffällig, aber so fehlerlos, so fundamental", rang Spurs-Coach Gregg Popovich nach Worten.

Dass Duncan nach dem ersten Spiel sieben seiner Karriere auch die MVP-Trophäe in Händen hielt, war dem zurückhaltenden 2,11-Meter-Mann von den Virgin Islands direkt ein wenig peinlich. "Es ist eine Ehre, aber dieses Team hat so viele wertvollste Spieler", sagte der Rookie des Jahres 1998 und meinte damit vor allem einen: Manu Ginobili.

Ginobili als kongenialer Partner

Der argentinische Olympiasieger war nicht nur in den ersten beiden Finalspielen der entscheidende Faktor, sondern erzielte in den zehn Schlussminuten der Saison elf Punkte. Lediglich zehn von 43 Spurs-Zählern nach der Pause gingen nicht aufs geteilte Konto Duncan-Ginobili, auf dem insgesamt 48 verbucht wurden.

Robert Horry - schon beim bis dato letzten "Game 7" in den Finals 1994 mit den Houston Rockets gegen die New York Knicks erfolgreich (80:74) - markierte als Ersatzspieler mit 15 Zählern ebenso viele Punkte wie Pistons-Topscorer Richard Hamilton. Der Spurs-Routinier schloss mit seinem sechsten NBA-Titel (1994,1995 Houston Rockets - 2000,2001,2002 Los Angeles Lakers) zu Legenden wie Michael Jordan und Kareem Abdul-Jabbar auf.

Brown hört wohl auf

Auch Popovich sicherte sich als fünfter NBA-Trainer, der drei Meisterschaften errungen hat, seinen Eintrag in die Geschichtsbücher, vergaß aber nicht auf seinen Gegenüber: "Wenn Larry Brown nicht gewesen wäre, würde ich nicht hier stehen. Er ist der Beste", sagte der Spurs-Trainer über seinen Mentor. Beide verbindet eine tiefe Freundschaft.

"Ich bin stolz auf meine Jungs. So stolz wie am 16. Juni 2004", sagte Brown, der seine Trainer-Karriere möglicherweise aus gesundheitlichen Gründen beendet. Damals hatten die Pistons ebenfalls als starkes Kollektiv die favorisierten Lakers mit 4:1 bezwungen und sich den dritten Titel nach 1989 und 1990 gesichert. Diesmal setzte sich der Favorit durch - Duncan sei Dank. (APA)

NBA-Finalserie (best-of-seven) - 7. Spiel:

  • San Antonio Spurs - Detroit Pistons 81:74 (38:39)
    SBC Center, 18.797 Zuschauer (ausverkauft)

    Beste Werfer: Tim Duncan 25 Punkte, Manu Ginobili 23, Robert Horry 15 bzw. Richard Hamilton 15, Chauncey Billups 13, Ben Wallace 12 - Endstand der Serie: 4:3

    Alle Ergebnisse Spurs - Pistons: 84:69 (h), 97:76 (h), 79:96 (a), 71:102 (a), 96:95 n.V. (a), 86:95 (h), 81:74 (h)

    Wertvollster Spieler der Finalserie (MVP): Tim Duncan

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