Kein Sieger im Schlager

11. Juli 2005, 15:06
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Verbesserte Deutsche trennen sich in Gruppe A von Argentinien 2:2 und sind Gruppensieger - Tunesien schlägt Australier

Nürnberg - Beim Confederations Cup haben sich im Spitzenspiel der Gruppe A Gastgeber Deutschland und Argentinien mit 2:2 (1:1) getrennt. Damit können sich die Herren Gastgeber Gruppensieger nennen, die Gauchos steigen als Zweite auf. Im zweiten Match des Abends holte sich Tunesien durch ein 2:0 gegen Australien seinen ersten Sieg.

Kuranyi brachte die Deutschen, die im ausverkauften Nürnberger Frankenstadion ihre beste Leistung der Vorrunde zeigten, in der 29. Minute in Führung, die Riquelme nur drei Minuten später mittels Freistoß ausgleichen konnte. Nur fünf Minuten nach Seitenwechsel ging der Vizeweltmeister erneut in Führung, Asamoah traf aus spitzem Winkel ins lange Eck. Doch die im Finish immer stärker werdenden Argentinier kamen erneut zum Ausgleich: Cambiasso sorgte mit einem wunderbaren Weitschuss für den Endstand.

Brasilien muss punkten

Deutschland kann nun in Nürnberg bleiben und bestreitet dort am Samstag das erste Semifinale. Argentinien tritt am Sonntag im zweiten Halbfinale in Hannover an. Eine der beiden Mannschaften wird auf Mexiko treffen, das bereits als Auftsteiger feststeht und am Mittwoch gegen Europameister Griechenland spielt. Der zweite Aufsteiger wird im Spiel Brasilien gegen Japan ermittelt, dem Weltmeister würde ein Remis zum Aufstieg reichen.

Im zweiten Match des Abends besorgte dos Santos mit Treffern in der 26. und 70. Minute für den verdienten Sieg Tunesiens gegen die Socceroos, die als Gruppenletzte die Heimreise antreten müssen. Für die Nordafrikaner war es der erste Sieg bei einem Konföderationen-Pokal. Die Australier konnten nicht an ihre erfrischenden Leistungen aus den ersten beiden Spielen anschließen.

23.952 Fans hatten den Weg ins 44.199 Zuschauer fassende Zentralstadion gefunden. Die Hälfte davon war mit Kartenpreisen unter fünf Euro angelockt worden, und das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmte. Die beiden bereits gescheiterten Teams traten mit ihren B-Mannschaften an, entsprechend schwach war das Niveau der Begegnung.

Drittes Tor zählte nicht

Immerhin sahen die Zuschauer drei Tore, doch ein regulärer Freistoß-Treffer von Adel Chedli wurde in der 23. Minute wegen einer angeblichen Abseitsposition von Haykel Guemamdia nicht anerkannt. Drei Minuten später jedoch gingen die zielgerichteter spielenden Nordafrikaner verdient in Führung. Eine Flanke von Mehdi Nafti ließ der von Lucas Neill behinderte australische Ersatz-Torwart Michael Petkovic durch die Hände gleiten. Dos Santos nahm das Geschenk dankbar an und staubte zum 1:0 ab.

In der 70. Minute stellte der Mann seine Torjäger-Qualitäten erneut unter Beweis und brachte mit seinem 19. Treffer im 27. Länderspiel den Sieg der Tunesier unter Dach und Fach. (APA/red)

ERGEBNISSE vom Fußball-Confederations Cup am Dienstag:

Gruppe A:

  • Argentinien - Deutschland 2:2 (1:1). Nürnberg, 42.88, SR Michel (SVK).

    Torfolge: 1:0 (29.) Kuranyi
    1:1 (32.) Riquelme (Freistoß)
    2:1 (51.) Asamoah
    2:2 (74.) Cambiasso

    Deutschland: Hildebrand - Hinkel, Mertesacker, Huth, Hitzlsperger - Deisler, Schneider (46. Frings), Ernst, Schweinsteiger (70. Engelhardt) - Asamoah (58. Hanke), Kuranyi

    Argentinien: Lux - Zanetti, Coloccini, Samuel (62. Santana), Heinze - Bernardi (53. Aimar), Riquelme, Cambiasso, Sorin - Tevez (80. Delgado), Figueroa

    Gelbe Karten: Kuranyi, Deisler, Schweinsteiger (im Semifinale gesperrt), Engelhardt bzw. Samuel (im Semifinale gesperrt), Bernardi

  • Australien - Tunesien 0:2 (0:1). Leipzig, 23.952, Chandia (CHI).

    Torfolge: 0:1 (26.) dos Santos
    0:2 (70.) dos Santos

    Australien: Petkovic - Neill, Moore, Vidmar, Chipperfield (38. Milicevic) - Culina, McKain, Colosimo, Skoko (62. Cahill) - Aloisi, Viduka (46. Thompson)

    Tunesien: Kasraoui - Saiidi, Mnari, Ayari - Nafti - Trabelsi, Namouchi, Ben Saada (69. Ghodbhane), Chedli (55. Jomaa) - dos Santos (89. Jaziri), Guemamdia

    Gelbe Karten: McKain, Colosimo, Cahill, Thompson bzw. Ben Saada, Ayari, Nafti

    • Bild nicht mehr verfügbar

      Esteban Cambiasso machte den sehr ansehnlichen Ausgleich für Argentinien gegen Klinsmanns Deutsche.

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