Erst Panik, dann Stille

2. Juli 2005, 19:38
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Ausbruch des Rinderwahnsinns hatte Panik bei Konsumenten ausgelöst - EU überlegt derzeit sogar Lockerung der BSE-Regeln

Brüssel - Der Ausbruch des Rinderwahnsinns (BSE) hatte in Europa in den achtziger und neunziger Jahren Panik unter den Konsumenten ausgelöst, da die Krankheit auch für Menschen lebensgefährlich sein kann. In jüngerer Zeit war es um das Thema allerdings eher ruhig geworden. Die Europäische Union erwägt derzeit sogar eine Lockerung der Regeln, die seit fünf Jahren eine Ausbreitung von BSE verhindern sollen.

Als erster Punkt werde überprüft, ob die risikoreichsten Teile des Rindes weiter bei allen Tieren entfernt werden müssen, die älter als zwölf Monate sind, hatte der für Gesundheits- und Verbraucherschutz zuständige EU-Kommissar Markos Kyprianou erst am Montag bekannt gegeben. "Es ist Zeit, dass wir einen Plan dafür haben, (...) wie wir weiter vorgehen wollen", sagte er vor einem Ausschuss des Europäischen Parlaments. Die Vorschläge könnten noch vor August veröffentlicht werden, sagten EU-Vertreter.

Im Jahr 2000 hatte die EU festgelegt, dass Gehirn und Rückenmark bei allen Schlachtrindern, die älter als ein Jahr sind, entfernt werden müssen und nicht in den Handel kommen dürfen. Gehirn und Rückenmark bergen das höchste Risiko, die Krankheit zu übertragen. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat im vergangenen Monat allerdings vorgeschlagen, die Frist auf 21 Monate anzuheben, da seit 2001 nur vier BSE-Fälle bei Rindern unter dem Alter von 35 Monaten bekannt geworden seien. In den Jahren 2001 bis 2004 sei das Alter der jüngsten erkrankten Tiere von 28 auf 42 Monate gestiegen. (APA/Reuters)

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