Creutzfeld-Jakob-Krankheit

2. Juli 2005, 19:38
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BSE-kranke Tiere werden für die Übertragung der für Menschen tödlichen Creutzfeld-Jakob-Krankheit verantwortlich gemacht. Bei dem unheilbaren Leiden (englisch: Creutzfeldt-Jakob-Disease/CJD) löst sich das Gehirn wie bei BSE-kranken Tieren schwammartig auf. Ein direkter Zusammenhang mit BSE konnte bei der klassischen Form bisher jedoch nicht nachgewiesen werden.

Fortschreitender Gedächtnisverlust

Die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit äußert sich beim Menschen zunächst durch Gedächtnisstörungen, Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit. Sie führt zu fortschreitendem Gedächtnis-Verlust und schließlich zum Tod.

Die neue Variante der Krankheit (vCJD) trat zunächst in England auf. Bis Juni 2003 gab es dort 102 vCJD-Todesfälle. Nach Einschätzung von Experten hatten sich die Patienten höchstwahrscheinlich durch Nahrungsmitteln infiziert, die BSE Erreger enthielten.

Keine sichere Diagnose

Der Krankheitserreger ist in allen Fällen ein krankhaft verändertes Eiweiß (Prion). Bei der klassischen Variante der CJD kann eine genetische Veranlagung eine Rolle spielen. Ob ein Patient an CJD oder vCJD leidet, lässt sich zu seinen Lebzeiten nicht sicher feststellen. Experten verweisen bei vCJD auf typische Eiweiß-Ablagerungen in Rachen und Mandeln. Als Test sei dies aber noch nicht hundertprozentig wissenschaftlich abgesichert.

Zudem gibt es weitere Verdachtsmomente: vCJD-Patienten leiden zum Beispiel an starken Gleichgewichtsstörungen, die bei CJD-Kranken keine große Rolle spielten, und vCJD bricht bereits bei relativ jungen Menschen aus.

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