Frauen beraten und stärken

8. Juli 2005, 13:53
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LR Dunst zieht Bilanz über vier Jahre burgenländische Frauenpolitik

Eisenstadt - Eine Bilanz über viereinhalb Jahre burgenländische Frauenpolitik zog am Dienstag Landesrätin Verena Dunst (S): "Wir haben in den letzten Jahren viele Initiativen für Frauen im Burgenland umgesetzt, wir haben konkrete Arbeitsplätze geschaffen, wir haben Mädchen unterstützt und gefördert", so Dunst bei einer Pressekonferenz in Eisenstadt. Vor allem im Bereich Chancengleichheit gebe es aber noch viel zu tun.

Initiativen

Wichtigster Schritt sei die Einrichtung eines Frauenbüros im Jahr 2001 gewesen, so Dunst: "Wir haben versucht, Frauen in allen Bereichen zu stärken", ein wichtiges Anliegen sei dabei die Vernetzung gewesen. 2001 wurde das Frauennetzwerk Burgenland gegründet. Außerdem wurden Veranstaltungen zu Themen wie Gewalt oder gemeinsame Obsorge organisiert, drei Mal tagte der "Frauenlandtag". Mit der Initiative "Girls Day" habe man in den vergangenen Jahren Tausende Mädchen erreicht.

Erstes Frauenhaus

Als Erfolg betrachtet Dunst auch die Einrichtung des ersten Frauenhauses im Burgenland. Seit dem Jahr 2000 sei es gelungen, das Frauenbudget um 70,2 Prozent zu erhöhen. Derzeit stehen pro Jahr rund 1,5 Mio. Euro zur Verfügung, so Dunst.

Anlaufstelle Frauenbüro

Als zentrale Anlaufstelle diene das Frauenbüro: "Wir beraten und unterstützen Frauen, die nicht mehr wissen, wohin sie sich wenden können", erläuterte die Leiterin Simone Laky. Besonders häufig kämen Anfragen zu Themen wie Scheidung, Unterhalt oder Trennung von Partnern. Ein Anliegen des Büros sei es auch, die Beratungsstellen in den Bezirken zu fördern. Derzeit sind im Frauenbüro fünf Mitarbeiterinnen beschäftigt, davon zwei in Vollzeit. "Wir ersuchen jede Frau, keine Scheu zu haben, mit ihren Anliegen an uns heranzutreten", so Laky. (APA)

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