Kinderpornografie im Internet: 2004 gab es 3.732 Hinweise

4. Juli 2005, 10:26
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Bundeskriminalamt zur Personalsituation: "Sind voll besetzt"

Die Meldestelle für Kinderpornografie im Internet des Bundeskriminalamts (BK) hat im vergangenen Jahr 3.732 Hinweise auf möglicherweise illegale Inhalte mit Kindern im Web erhalten. 2.877 davon gingen per E-Mail ein. Als verwertbar erwiesen sich nach eingehender Prüfung rund 800 Verdachtsfälle, 434 davon hatten einen Bezug zu Österreich. Das sagte BK-Sprecher Gerald Hesztera am Dienstag.

Vorgeschichte

1997 war die Meldestelle eingerichtet worden. Die Datenmenge, die von vier Kinderporno-Jägern im BK in Wien bewältigt wird, wächst jedes Jahr. 1999 beispielsweise waren noch 504 Hinweise gezählt worden, von denen 33 einen Bezug zu Österreich hatten. Weitere Beamte im Kampf gegen Kinderpornos und andere Internetkriminalität sind bei den Polizeidirektionen, Landesgendarmeriekommanden und Kriminalabteilungen beschäftigt.

Spuren lesen

"Wir sind voll besetzt im Bundeskriminalamt und haben auch genug Leute in den Bundesländern", betonte Hesztera. Auf die Steigerung der Anzahl der Hinweise sei man "stolz. Nur so können wir Verdächtigen auf die Spur kommen".

Hinweise

In die Statistik fließen aber nicht nur Hinweise aus der Bevölkerung ein. Auch von den Sicherheitsbehörden selbst aufgedeckte Fälle und Großaktionen, 2004 etwa die Aktion Cinderella, finden in die Zahlen Eingang. Für den bisherigen Verlauf der Meldestatistik im Jahr 2005 lag noch keine Statistik vor, da die Meldestelle vorerst mit der Aufarbeitung zweier aktueller Großoperationen - Xenia und Icebreaker - beschäftigt war. (APA)

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