"Godcasting"

4. Juli 2005, 10:50
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Auf religiösen Websites in den USA boomen die Audio-Downloads via Podcasting

Die wachsende Verbreitung und Akzeptanz der digitalen Musikplayer und das Podcasting-Phänomen haben in den USA zu einer neuen Welle geführt - das so genannte "Godcasting" bietet Predigten und Gottesdienste zum Herunterladen im MP3-Format an - und dies mit großem Erfolg.

Internet nun MP3-Player

Das Internet ist in den USA zum fixen Bestandteil der religiösen Kommunikation und Arbeit geworden. Keine Gemeinde läßt hier die Chance aus, sich den Gläubigen zu öffnen und darzustellen. Die digitalen Musikabspielgeräte sorgen nun für eine Erweiterung des Angebots. "Godcasting" kommt von "Podcasting", das sich wiederum vom englischen "Broadcasting" (Senden) ableitet.

Pionier

Zu den Pionieren des digitalen Missionierens gehört Joyce Long von der Mount-Pleasant-Gemeinde in Greenwood im US-Bundesstaat Indiana. Bereits 2001 wurden erste Aufnahmen von ihren Gottesdiensten digitalisiert. Auch der Webseite wurde ein Downloadbereich eingerichtet, von dem die gläubigen InternetsurferInnen Predigten, Gesänge und religiöse Lebenshilfe auf ihre MP3-Player spielen konnten.

Riesenerfolg

Die göttlichen Botschaften auf dem tragbaren Musikplayer entwickleten sich zum echten Hit und so erfreuen sich Webseiten - wie etwa "Psalmcast" - großen Zuspruchs. Nicht nur christlichen Kirchen, sondern auch buddhistische Tempel und jüdische Synagogen bieten ihre Botschaften im digitalen Audioformat an. Kein Wunder, den der Markt un der Bedarf scheinen sehr groß: Laut einer Umfrage "Glaube Online" aus dem Jahr 2004 nutzen 82 Millionen US-BürgerInnen - zwei Drittel der Internet-UserInnen im Land - das Internet, um sich über religiöse Themen zu informieren.(red)

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