Zapatisten gehen wieder in den Untergrund

1. Juli 2005, 07:38
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Zivilisten wurden aufgefordert, die Rebellengebiete in Chiapas zu verlassen

Mexico City - Die Zapatisten-Rebellen der Nationalen Befreiungsarmee (EZLN) im südostmexikanischen Bundesstaat Chiapas ziehen sich offenbar in den Untergrund zurück. In einem am Montag in San Cristobal de las Casas verbreiteten Kommunique des Anführers "Subcomandante Marcos" wird erklärt, dass die Regierungen der autonomen Ortschaften und Städte für eine unbestimmte Zeit im Verborgenen arbeiten würden. Alle Zivilisten wurden aufgefordert, die Rebellengebiete in Chiapas zu verlassen oder auf eigenes Risiko dort zu bleiben.

Die Zapatisten-Rebellen hatten seit 1994 gegen die mexikanische Zentralregierung gekämpft. Unter Präsident Vicente Fox erreichten sie nach dem Jahre 2000 die Duldung autonomer Städte und Gebiete in Chiapas. Seitdem war es ruhig geworden. Einen Grund für die neue Maßnahme wurde in der Erklärung nicht genannt. Auch die mexikanische Regierung gab zunächst keine Stellungnahme dazu ab. (APA/dpa)

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