Kindergeld: Auch Wiener ÖVP für Streichung der Zuverdienstgrenze

8. Juli 2005, 13:56
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Hahn: "Frauen können es sich heute einfach nicht mehr leisten auf eine Aufstiegschance zu verzichten"

Wien - Auch der geschäftsführende Wiener ÖVP-Obmann Johannes Hahn fordert nun die ersatzlose Streichung der Zuverdienstgrenze beim Kinderbetreuungsgeld. Derzeit liegt diese Grenze bei 14.600 Euro jährlich. Für die Abschaffung hat sich in der ÖVP bereits Mitte Mai Wissenschaftssprecherin Gertrude Brinek stark gemacht, was von Frauenministerin Maria Rauch-Kallat (V) jedoch abgelehnt wurde.

"Frauen können es sich heute einfach nicht mehr leisten auf eine Aufstiegschance zu verzichten", so Hahn am Montag laut VP-Aussendung über die Wahl zwischen Kindergeld und Karrieremöglichkeit. "Gerade Frauen müssen viele 'gute' Erwerbsmonate sammeln, damit sie auf eine entsprechende Höhe beim Pensionsgeld kommen. Das Kindergeld war zwar ein wichtiger Schritt, aber nun muss es weiterentwickelt werden. Der Trend zur späteren Elternschaft bedeutet außerdem, dass Männer und Frauen schon besser verdienen, wenn sie Eltern werden."

Recht auf Kinderbetreuungsplatz

Außerdem habe jeder Vater und jede Mutter ein Recht auf einen Kinderbetreuungsplatz. Derzeit fehlten in Wien 25.000 Kinderbetreuungsplätze für die Kleinsten, rechnete Hahn vor, denn 30.000 unter Dreijährigen stünden nur 4.750 Krippenplätze gegenüber. "Das ist für eine Stadt wie Wien ein Armutszeugnis", so Hahn. Zusätzlich schlug er die Schaffung eines "Flying Nannies"-Dienstes vor. Dies wäre laut ÖVP eine flexible Betreuungsmöglichkeit, wenn etwa der Kindergarten geschlossen habe. (Schluss) ham/mac/jep

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    Johannes Hahn
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