Frauen-EM: Deutschland triumphiert zum sechsten Mal

6. Juli 2005, 11:15
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21.000 ZuschauerInnen wohnten dem Final-Spiel zwischen Deutschland und Norwegen bei

Blackburn - Deutschlands Fußballerinnen haben sich am Sonntag zum bereits insgesamt sechsten Mal nach 1984, 1991, 1995, 1997 und 2001 zum Europameister gekürt. Der favorisierte Titelverteidiger und amtierende Weltmeister schlug vor 21.000 ZuschauerInnen im Edwood Park von Blackburn Norwegen im Endspiel der neunten EM-Endrunde 3:1 (2:1).

Der Olympia-Dritte, der noch nie ein EM-Finale verloren hat, prolongierte damit auch seine tolle Serie, ist seit 1993 nun schon 20 Endrunden-Länderspiele ohne Niederlage und bereitete seiner Teamchefin Tina Theune-Meyer ein schönes Abschiedsgeschenk. Die 51- Jährige tritt nach neunjähriger Amtszeit mit ihrem dritten EM-Gold ab.

Norwegen glücklich mit Silber

"Die Mädels haben ein tolles Turnier gespielt, sie waren die beste Mannschaft hier", sagte die Scheidende, nachdem UEFA-Generaldirektor Lars-Christer Olsen ihrer Truppe den neuen Pokal überreicht hatte. Die alte Trophäe hatten Prinz und Co nach zuletzt drei Erfolgen in Serie 2001 behalten dürfen. Norwegens Coach Bjarne Berntsen nahm die Niederlage nicht tragisch. "Die Deutschen waren heute besser, aber wir werden trotzdem feiern, denn wir sind glücklich mit Silber."

Hatten die Norskerinnen das Gruppen-Spiel gegen die DFB-Elf nur knapp 0:1 verloren, so standen sie in einem guten Finale letztlich wieder auf verlorenem Posten. Der zweifache Ex-Europa-Champion (1987, 1993), -Weltmeister (1995) und Olympiasieger von 2000, der einen Tag weniger Pause hatte und noch ein bisschen die schweren 120 Halbfinal-Minuten gegen Vizeweltmeister Schweden gespürt haben dürfte, lag schon nach 24 Minuten 0:2 zurück.

Tore von Mittag (21.) und Lingor (24.) bedeuten eine kalte Dusche. Nach dem Anschlusstreffer durch Mellgren (41.) noch vor der Pause keimte zwar noch einmal ein Hoffnungsschimmer auf, der aber durch die deutsche Torjägerin Birgit Prinz zunichte gemacht wurde. Die Stürmerin und Kapitänin, die im ersten Duell mit Norwegen wegen einer Blessur gefehlt hatte, setzt in einer kritischen Phase mit einem abgefälschten Schuss (63.) den Schlusspunkt. (APA)

Siehe

Die Frauen-EM auf derStandard.at/Sport

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