Spamflut löst Nachfrageboom nach E-Mail-Filtern aus

19. Juli 2005, 12:44
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Gesetze verfehlen Wirkung - Markt schwillt bis 2008 auf 2,87 Milliarden Dollar an

Die Spamflut, die Mio. unerwünschter Mails in die elektronischen Postkästen der Unternehmen spült, sorgt für einen regelrechten Nachfrageboom nach E-Mail-Filtern. Nach Berechnungen der britischen Marktforscher von Datamonitor soll der Markt für E-Mail-Filter-Lösungen bis zum Jahr 2008 auf insgesamt 2,87 Mrd. Dollar anschwellen. Damit sagen die Marktforscher dem weltweiten Markt eine satte jährliche Wachstumsrate von 26 Prozent voraus.

Killer

"Die E-Mail ist sehr schnell zu einer allgegenwärtigen Killerapplikation für den E-Business-Bereich geworden", sagte Datamonitor-Analyst Ian Williams. Jede Bedrohung der Effektivität dieses Kommunikations-Werkzeugs bedeute eine Bedrohung für die Organisation als Ganzes, so Williams. Allein im vergangenen Jahr waren nach Berechnungen mehrerer E-Mail-Filter-Spezialisten zwischen 60 und 80 Prozent aller eingehenden Mails Spam. Da auch Gesetzesbeschlüsse wie der US-amerikanische Can-Spam-Act bisher ihre Wirkung verfehlten, setzen die Unternehmen laut Datamonitor nun verstärkt auf E-Mail-Filter.

Zentral

Dabei treten zunehmend Hardware- und Service-basierte Geschäftsmodelle in den Vordergrund. Der Anteil der Softwarelösungen soll dagegen von derzeit 60 Prozent bis 2008 auf 42 Prozent schrumpfen. Das Service-Segment, das vor allem im KMU-Bereich beliebt ist, glänzt mit einer jährlichen Wachstumsrate von 44 Prozent. Die Umsätze sollen sich bis zum Jahresende 2008 auf 958 Mio. Dollar vervierfachen. Der Markt für Applikationen wird nach den Berechnungen der Marktforscher um jährlich 32 Prozent von 224 Mio. Dollar im vergangenen Jahr auf 701 Mio. Dollar im Jahr 2008 wachsen. (pte)

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