Russische Vneshtorgbank will 2006 an die Börse gehen

12. Juli 2005, 13:25
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Mindestens 10 Prozent des Grundkapitals sollen an der Börse notieren

Moskau - Russlands zweitgrößtes Geldhaus Vneshtorbank will im kommenden Jahr bis zu 25 Prozent seines Grundkapitals an die Börse bringen. "Schon 2006 wäre ich bereit, eine bestimmte Anzahl an Aktien sowohl in Russland und beispielsweise an der Börse in London oder New York auszugeben", sagte Vneshtorgbank-Chef Andrei Kostin der Wirtschaftszeitung "Vedomosti" (Freitagausgabe).

Das IPO werde wohl "mindestens zehn Prozent" des Grundkapitals umfassen, aber unter den gut 25 Prozent liegen, die für eine Sperrminorität notwendig sind. Beraten werde das Geldhaus bei der Transaktion von der Deutschen Bank.

IPO muss von der Regierung noch abgesegnet werden

Kostins Ankündigung dürfte die Hoffnung der Investoren, sich bei der ehemaligen Außenhandelsbank der Sowjetunion einzukaufen, wieder aufleben lassen. Im März hatte der Vorstandschef noch erklärt, er ziehe eine Kapitalspritze des russischen Staates vor. Der Börsegang muss nach seinen Worten noch von der Regierung abgesegnet werden.

"Die Regierung könnte das ablehnen, aber wir denken, früher oder später wird das zu einem Thema", sagte Kostin. Die Frage, ob die Bank ausreichend über Kapital verfüge, werde letztlich über die Möglichkeit der weiteren Entwicklung entscheiden.

Die Vneshtorgbank verfügte zum Jahresende über ein Eigenkapital von umgerechnet 2,4 Mrd. Dollar (1,98 Mrd. Euro) bei einer Bilanzsumme von 14,4 Mrd. Dollar. Das Institut ist einer der größten, international tätigen russischen Geldgeber. (APA/Reuters)

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