Trend zu mehr Verkaufsfläche hielt auch 2004 an

12. Juli 2005, 14:46
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Zahl der Geschäfte rückläufig - Steigende Konzentration

Wien - Im Handel geht die Zahl der Geschäfte weiter zurück. Der Trend zu mehr Verkaufsfläche hält hingegen an. 2004 standen den Konsumenten in Österreich rund 53.300 Geschäfte für ihre Einkäufe zur Verfügung, das waren um rund 2 Prozent oder 1.000 Geschäfte weniger als im Vorjahr. Gleichzeitig ist die Gesamtverkaufsfläche - wenn auch weniger dynamisch - um 0,9 Prozent auf 15,5 Millionen Quadratmeter gestiegen. Diese Kennzahlen zum heimischen Einzelhandel hat die KMU Forschung Austria erhoben und am Donnerstag publik gemacht.

Trotz gestiegener Verkaufsflächen bei annähernd konstanter Umsatzentwicklung sank der durchschnittliche Quadratmeter-Umsatz im abgelaufenen Jahr um rund ein Prozent auf 2.990 Euro. Die höchsten Quadratmeter-Umsätze erzielten Apotheken sowie der Einzelhandel mit Tabakwaren und Antiquitäten. Die vergleichsweise geringsten Umsätze pro Quadratmeter weisen der Einzelhandel mit Bau- und Heimwerkerbedarf sowie der Möbeleinzelhandel auf.

Filialisierungsgrad gestiegen

Gemessen am Filialisierungsgrad und dem Filialflächen-Anteil ist die Konzentration im Handel gegenüber dem Vorjahr geringfügig gestiegen. Nach Angaben der KMU Forschung Austria werden rund 31 Prozent aller Geschäfte von filialisierten Handelsfirmen betrieben (Filialisierungsgrad). Die Verkaufsfläche der filialisierten Geschäfte beträgt rund 52 Prozent der gesamten Einzelhandelsverkaufsfläche (Filialflächenanteil). Die höchste Konzentration weisen die Drogerien und Parfümerien auf. In dieser Einzelhandelsbranche sind rund 82 Prozent aller Geschäfte Filialen, die rund 92 Prozent Verkaufsflächenanteil haben.

Laut der Branchenstudie weisen die höchste Anzahl an Geschäften im Branchenvergleich der Lebensmitteleinzelhandel und der Bekleidungshandel (jeweils 6.200) auf. Den höchsten prozentuellen Rückgang an Geschäften im Vergleich zum Vorjahr gab es im Computer- und Softwareeinzelhandel (-4,5 Prozent), gefolgt vom Schuh- und Lederwareneinzelhandel (-3,9 Prozent) und dem Bekleidungseinzelhandel (-3,1 Prozent).

Die Einkaufszentren (einschließlich Fachmarktzentren, Factory Outlet Center und Airport Shopping Center) hatten 2004 eine Verkaufsfläche von rund 2,011 Millionen Quadratmetern, das entspricht rund 13 Prozent der gesamten Verkaufsfläche im Einzelhandel. Den höchsten Anteil an der Gesamtverkaufsfläche hatte der Einzelhandel mit Bau- und Heimwerkerbedarf (rund 30 Prozent). Weitere rund 18 bzw. 15 Prozent entfallen auf den Lebensmittel- und den Möbeleinzelhandel.

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