China begrenzt Wachstum der Textilexporte in die EU

12. Juli 2005, 14:47
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Auf acht bis 12,5 Prozent bis 2007

Peking - China will das Wachstum seiner Textilexporte in die EU bis 2007 auf jährlich acht bis 12,5 Prozent begrenzen, wie die staatlichen Medien am Donnerstag unter Berufung auf das Handelsministerium berichteten.

Damit wurden erstmals Einzelheiten zu der in der vergangenen Woche getroffenen Einigung zwischen der Europäischen Union und China bekannt.

Zehn verschiedene Textilarten

Die Obergrenzen für das Exportwachstum wurden für zehn verschiedene Textilarten ausgehandelt, wie die Nachrichtenagentur Xinhua meldete. Das reiche von acht Prozent bei Pullovern, Hosen und Blusen bis zu 12,5 Prozent bei Laken und Tischtüchern.

EU-Handelskommissar Peter Mandelson und der chinesische Handelsminister Bo Xilai hatten am Freitag vergangener Woche in Shanghai die Einigung auf einen stufenweisen Anstieg der chinesischen Billigexporte bekannt gegeben.

2008 sollen dann alle Beschränkungen im Textilbereich aufgehoben werden. Die chinesischen Exporte gefährden nach EU-Angaben rund 2,5 Mio. Arbeitsplätze in der EU.

187 Prozent mehr Importe

Am 1. Jänner war das lange Jahre gültige weltweite Quotensystem ausgelaufen. Nach EU-Angaben legten die Textileinfuhren aus China daraufhin in den ersten vier Monaten 2005 um 187 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu.

Die EU hatte in dem Streit vor zwei Wochen die Welthandelsorganisation (WTO) angerufen. Die USA haben beschlossen, die Einfuhr von billigen Textilprodukten aus China nur noch um 7,5 Prozent jährlich steigen zu lassen. Die Regierung in Peking hat gegen diese Begrenzung protestiert. (APA/AP)

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