eBay zieht Konsequenzen

5. Juli 2005, 15:07
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Nach Bob Geldofs Aufruf zum Boykott stoppt das Auktionshaus den Handel mit den Tickets für das Live 8-Konzert

Nachdem Bob Geldof zu einem weltweiten Boykott des Internet-Auktionshauses eBay aufgerufen hatte (Der WebStandard berichtete), zieht eBay nun Konsequenzen. Man habe auf die "überwiegende Meinung" der Kunden gehört, so die eBay-Sprecherin Doug McCallum vor dem britischen Fernsehsender ITV.

"Elektronische Zuhälter"

Auslöser für den Aufrufe des Popstarts war die Tatsache, dass zahlreiche eigentlich kostenlose Tickets für das Live 8-Konzert für Afrika angeboten wurden. Geldof bezeichnete den Internetdienst als "elektronischen Zuhälter".

Die Versteigerung der Eintrittskarten sei "kranke Profitmache". Nach Angaben britischer Medien vom selben Tag werden für weit mehr als hundert Doppeltickets für das Popspektakel am 2. Juli im Hydepark im Internet schon bis zu etwa 1 450 Euro pro Stück geboten.

Miese Schufte

"Die Leute, die diese Karten auf den Internetseiten anbieten, sind miese Schufte, die sich an menschlichem Elend bereichern", schimpfte Geldof, der schon das legendäre Live Aid-Konzert vor 20 Jahren organisiert hatte. Mit der Neuauflage will er Druck auf Politiker ausüben, die Mittel für die Entwicklungshilfe zu verdoppeln.(Apa/red)

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