Schwerer Rückschlag für schwedische Anti- Filesharing-Organisation

7. Juli 2005, 14:49
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400.000 IPs wurden illegal gespeichert

Die Organisation Antipiratbyrån vertritt in Schweden die Inhaber von Urheberrechten und konzentriert sich dabei vor allem auf den Tausch von Musik, Filmen und Software in P2P-Tauschbörsen.

400.000 IPs

Nach Angaben von Antipiratbyrån verschickte die Organisation täglich bis zu 2.000 Mails an Provider, um diese über die illegalen Handlungen ihrer Kunden zu informieren. Außerdem sollen bereits 400.000 IPs von P2P-Nutzern gespeichert worden sein.

Personenbezogene Daten

Diese 400.000 IPs könnten nun zum Stolperstein für Antipiratbyrån werden. Piratbyrån, eine Organisation die Antipiratbyrån mehr als kritisch gegenüber steht, hat die schwedischen Datenschützer Datainspektionen informiert. Datainspektionen zu folge sind IPs personenbezogene Daten und dürfen daher nur von autorisierten Organisationen gespeichert werden.

Bei Antipiratbyrån handelt es sich allerdings nicht um eine autorisierte Organisation, daher wurden die 400.000 IP-Adressen illegal gespeichert. Unklar ist allerdings noch, ob es sich dabei um eine strafbare Handlung handelt.

Schlagzeilen

Schon in der Vergangenheit sorgt Antipiratbyrån für negative Schlagzeilen. So stellte sich das Beweismaterial gegen den schwedischen Provider "Bahnhof" als gefälscht heraus. Ein bezahlter Under-Cover-Agent sorgte für über 68.000 Up- and Downloads. (red)

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