Experten über Sinnhaftigkeit nicht einig

2. Juli 2005, 19:33
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Während die einen auf einen Rückgang der Unfälle hoffen, fürchten andere sogar neue Gefahren

Salzburg - Kritik an der am Dienstag im Ministerrat beschlossenen Regelung für Licht am Tag für Autofahrer übte Salzburgs Verkehrsreferent LHStv. Wilfried Haslauer (V). Die Experten seien sich nicht einig, ob dadurch die Sicherheit erhöht oder aber sogar die Gefahr gesteigert werde. Haslauer schlug daher vor, die Lichtverpflichtung auf Autobahnen und Straßen außerhalb des Ortsgebiets zu beschränken.

"Während die einen auf einen Rückgang der Unfallzahlen um bis zu zehn Prozent hoffen, fürchten andere sogar neue Gefahren: So berichtet der VCÖ (Verkehrsclub Österreich, Anm.), dass die Zahl der Fußgängerunfälle in Dänemark bei Einführung von Licht am Tag um fünf Prozent zugenommen hat. Auch Fahrrad- und Motorradfahrer werden zwischen den beleuchteten Pkw leichter übersehen", so Haslauer am Mittwoch in einer Aussendung. "Regeln werden nur eingehalten, wenn ihre Sinnhaftigkeit breit akzeptiert ist. Der Gesetzgeber muss daher Sorge tragen, dass nicht ein Zuviel an Vorschriften dazu führt, dass die Menschen auch bei lebensnotwendigen Sicherheitsbestimmungen nachlässig werden", so Haslauer. (Schluss) bn/gu

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