Reaktionen: Bures: "Extrem unsolidarisch"

von Redaktion  |  12. Juli 2005, 15:02

Tancsits: Arbeitsmarkt durch Übergangsfristen abgesichert - Schüssel: "Österreich nicht betroffen" - Dolinschek: "Sozialpolitischer Wahnsinn"

Der Volltext dieses auf Agenturmeldungen (z. B. APA und REUTERS) basierenden Artikels steht aus rechtlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung.
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Mike Webman
01.07.2005 17:36
Was heißt "Export von Arbeitslosen"?

Die Schutzfrist von 7 Jahren für den österreichischen Arbeitsmarkt ist reine Augenauswischerei. Niederlassungsfreiheit und Erwerbsfreiheit muß für alle EU Bürger gelten - egal ob aus der Ex-DDR, Ungarn, Tschechien oder Slowakei. Viele Österreicher pendeln in die Nachbarländer - wir exportieren Arbeitskräfte nach Deutschland, in die Schweiz ........

t 
15.06.2005 18:51
einziges Problem: Österreichs Politiker

abgesehen von den Grünen, von denen im Artikel kein Kommentar zu finden ist. Will die SPÖ die lustigen rechts überholen? Glaubt die ÖVP, in sieben Jahren fällt uns sowieso der Himmel auf den Kopf? Und wo liegt eigentlich das Problem, wenn die Slowakei die Fahrtkosten zum Bewerbungsgespräch ersetzt?

tramezzino
15.06.2005 14:31
und wieder

eine extrem entbehrliche Meldung von Frau Bures, getoppt nur noch von Hr. Strache (aber da wissen wir, dass da nur Bassenageschwätz herauskommt).

bart simpson
15.06.2005 14:31
an alle die si ueber die spoe aufregn ...

... klar is dass eine frechheit von den slowaken ... erst die stoiern (angeblich zwecks arbeitsplaetzen) auf ein minimum reduzieren - dadurch wandern firmen ab - jetz die arbeitslosen exportieren ... was issn das fuer eine politik ...

Meinberger 
16.06.2005 15:31

Jeder österr. Pendler erhält eine Pendlerpauschale. Auch wenn er ins Ausland zur Arbeit fährt.

Wir machen also daselbe, sogar schon viel länger.

So what?

Meinberger 
15.06.2005 14:13

Und die SPÖ poltert mal wieder in der Gasse zum heiligen Nationalchauvi laut herum...

Warum ist die Arbeiterpartei SPÖ mehr an der Nationalität eines arbeitenden Menschen als an seiner Bedürftigkeit interessiert? Warum kämpft sie nicht für Arbeiter hüber wie drüben? Hat sie jetzt alle Ansichten über Bord geworfen?

Ist das Sozialdemokratie? Oder Sozial-national-chauvinismus?

Franz Weinpolter aka Franz Ehm 
15.06.2005 14:05
und was ist mit den "scheinselbständigen"...

...gilt diese quote auch für diese spezies?

da fällt mir sofort die fleischindustrie in deutschland ein, wo so genannte unternehmer aus ungarn, der slowakei und tschechien für EUR 3 die stunde schlachten.

das slowakische system ist, bei aller wertschätzung der dort lebenden menschen, unsolidarisch und wirtschaftspolitisch der verkehrte weg (stichwort flat tax).

Laurin
15.06.2005 13:11
ich weiss nicht was die bures hat

erstens bestimmt österreich die quote, was mit den gewerjkschaften ausgehandelt wurde.
zweitens verstehe ich nicht, wie sie daß meint,"Das Verschieben von Problemen von einem EU-Land in das andere sei nicht das, was die SPÖ unter europäischer Solidarität und einer ambitionierten Europapolitik verstehe."
Das verschieben von Problemen von einer zu nächsten Generation(Schulden, keine Reformbereitschaft aus politischen Kalkül) ist(war) kein Problem für die SPÖ.
Ist das die Solidarität, die die SPÖ meint? Bitte klärt mich auf.........

F*** the ÖVP 
15.06.2005 12:39
"Österreich laut Schüssel nicht betroffen"

"laut Schüssel" - da wissen wir ja gleich, was von dieser Zwecklüge zu halten ist

trainman
15.06.2005 12:16
das haben wir doch so gewollt oder?

haben wir dem nicht zugestimmt mit gut 66%?

das ist unser europa!

diese beihilfe der slowakei kommt einer ausbürgerung nahe. ich kann euch nicht brauchen, was ist der preis dafür, dass ihr euch über die häuser haut.

es war nur die frage, wann ein land damit anfängt und ich getraue mich zu wetten, dieses bsp. wird schule machen.

Tommy None-of-your-Business
15.06.2005 11:22

warum will der Strache als "patriotischer Österreicher" das geld auf einem schweizer konto parken.

sind leicht unsre österreichische banken ned guat gnug??

Ludovico Settembrini
15.06.2005 01:25
aha überhaupt nicht betroffen?

im vienna biocenter arbeiten wissenschaftler (sog. postdocs) aus der slowakei. sie arbeiten in wien und pendeln täglich von bratislava ein.

es gibt einige unehrlich forschungsgruppenleiter die den wissenschaftler das, für sie aufgrund geringerer lebenskosten attraktive, gehalt eines doktoranden bezahlen. das sind etwa 1090 € netto.

dadurch verschiebt sich das gehalt der doktoranden ebenfalls nach unten. eine doktorand kann oft nur mehr mit 650€ rechnen weil ja für nur 1/3 mehr schon der herr doktor arbeiten würde.

machen sie was herr schüssel! ...achso da müsste man ja mal ein problem eingestehen....

Jim Kirk
15.06.2005 16:55
Für die unehrlichen forschungsgruppenleiter kann aber

weder schüssel noch die slovakische regierung etwas.

Ludovico Settembrini
15.06.2005 18:53

das hab ich nicht behauptet. schüssel behauptet es gibt keine probleme und das ist widerlegt!

Ava Tar
15.06.2005 00:34
"...mit einer siebenjährigen Übergangsfrist klug und vorausschauend abgesichert", so Tancsits

1 Jahr ist schon um, übrigens. Was passiert, wenn alle
7 Jahre um sind, Herr Tancits ?
Kommen dann 2 Mio. Slowaken zu uns rübergeschwemmt mit einem Tausender in der Hand ?

Max Kahlenberg
14.06.2005 22:57
Dieser Tancsits?

"Die Debatte um den Rücktritt vom Rücktritt des Bundesrats Siegfried Kampl ist seit Dienstag um eine Facette reicher: Der ÖVP-Abgeordneter Walter Tancsits sprach sich für einen Verbleib Kampls im Bundesrat aus. "Ich gönne einem Staat, in dem ich straflos ,geistiger Nachfahre der braunen Nazi-Schergen' genannt werden darf, einen Bundesrat Kampl", argumentierte Tancsits." Ja: Dieser... ÖVP-"Sozial"-Sprecher. Wer´s jetzt immer noch nicht kapiert hat, ist selber schuld mit dieser "Partei".....

Luigi Lucheni
14.06.2005 20:58
Ich verstehe diese Erregung überhaupt nicht.

Offenbar haben da einige noch nicht ganz verstanden, worum es beim vereinten Europa eigentlich geht und das Prinzip der Freizügigkeit nicht verstanden.

Als Österreicher kann man sich meines Wissens auch das Arbeitslosengeld in ein anderes Mitgliedsland nachsenden lassen, um dort nachweislich Arbeit zu suchen und hat dabei das Recht auf Hilfe bei der Arbeitssuche von der dortigen Arbeitsvermittlung - also was soll die ganze Aufregung?

Als "extrem unsolidarisch" würde ich eher die Übergangsbestimmungen bezeichnen, die in den neuen Mitgliedsländern zu Recht als egoistische Brüskierung und Schlag ins Gesicht aufgenommen wurden.

J R
16.06.2005 09:15

eh klar das die anderen EU-länder hier die Klappe aufreißen, sie sind ja auch nicht davon betroffen. Den Briten oder Italienern kanns egal sein, denn dort werden die Arbeitnehmer aus den Ost-EU-staaten wohl kaum hinpendeln und mit einem Drittel des jeweiligen Gehalts die Lohnspirale nach unten drehen.

Meinberger 
16.06.2005 15:35

Na mein Gottchen, Östereicher fahren seit Jahrzehnten nach D und I (jetzt auch nach SLO) arbeiten - und bekommen dafür PENDLERPAUSCHALE.

So what...?

Franz Weinpolter aka Franz Ehm 
15.06.2005 14:13
finden sie das runterlizitieren von...

...unternehmenssteuern, wie das die slowakei vorgemacht hat, solidarisch und - auf europa bezogen - volkswirtschaftlich sinnvoll?

nicolas sarkozy formulierte es treffend: frankreich zahlt massiv in den eu-topf ein, fördert (zu recht) den aufbau der ehemaligen "ostblock"-staaten, aber mit dem ergebnis, dass französische unternehmen aufgrund geringer steueraufkommen abwandern und die arbeitsplätze in frankreich massiv verloren gehen.

Mike Strob.
15.06.2005 07:56

... wieso unsolidarisch ? Beispiel: z.b. Österreicher kosten ca. 1.500 brutto, Ungarn, Slowaken, Tschechen rund 250,- (im jeweiligen Land).

Eben wg. der stark unterschiedlichen Lohnkosten zw. West- und Oststaaten existiert eine 7-jährige Übergangsfrist.

Die wird allerdings in sehr vielen Branchen massiv unterlaufen. Insoferne ist die Diskussion darüber ohnehin schon akademisch.








Meinberger 
15.06.2005 14:17

Abgesheen davon, dass diese Zahlen seit langem nicht mehr stimmen:

Ein Tscheche, der in Österreich arbeitet, hat Anspruch auf kollektivvertragsgemäße Entlohnung. Leider hilft ihm keiner dabei, seine Rechte durchzusetzen, weil die Gewerkschaften typischerweise GEGEN ihn kämpfen anstatt ihm zu helfen...und nachher beschweren sie sich dass so viele Lohndrücker in Österreich arbeiten.

Mike Strob.
15.06.2005 18:39

... dann korrigieren Sie die zahlen bitte (schnittwerte reichen)...

also offiziell gibts quoten (für diese leute mag ja der anspruch gegeben sein), aber die 7j-übergangsfrist wird per gewerberecht bzw. halb- bis inoffiziell unterlaufen = die arbeiten - aus unserer sicht - sehr günstig und kriegen damit sowieso mehr als aktuell in ihrer heimat erzielbar wäre.

MRechberger
14.06.2005 21:34

So einfach geht das nicht! Auch innerhalb der EU benötigt man noch eine Aufenthaltsgenehmigung wenn man längere Zeit arbeiten will... Wobei ich aus Erfahrung aber auch sagen muss das dies _sehr_ vernachlässigt bis gar nicht überprüft wird. Wenn man nicht innerhalb einer Frist angemeldet wird bekommt man einen Brief zugeschickt das man halt illegal in dem jeweiligen Land wohnt (auch wenn man in der jeweiligen Gemeinde/Stadt bereits gemeldet ist und Steuern einbezahlt) .. Die Europäische Ausländerbehörde ist anscheinend wieder einer der intelligenten Scherze aus Brüssel die auch nicht auffallen würde wenn sie nicht existieren würde...

Meinberger 
15.06.2005 16:31

Nein, so stimmt das nicht mehr: wenn Sie innerhalb der 15 alten Mitgliedstaaten arbeiten wollen brauchen Sie keine Bewilligung mehr, und wenn der eine oder andere Mitgliedstaat eine solche dennoch weiterhin verlangt, dann darf er sie Ihnen nicht verweigern. Das ist also eine reine Formsache geworden.

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