Österreichs Amerika-Exporte stark gestiegen

12. Juli 2005, 15:04
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Export-Plus von 28,8 Prozent im Vorjahr - Für heuer wird ein Zuwachs von zehn Prozent erwartet

Wien - Die österreichischen Exporte nach Amerika befinden sich auf Wachstumskurs. Im Jahr 2004 legten die Ausfuhren in die Gesamt-Region Amerika um 28,8 Prozent auf 6,8 Mrd. Euro zu, Österreichs Außenhandel erzielte mit Amerika einen Handelsbilanzüberschuss von 2,89 Mrd. Euro. "Amerika ist eine Boom-Region für den österreichischen Außenhandel", freute sich Walter Koren, Leiter der Außenwirtschaftsorganisation (AWO) der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Wien.

USA schon drittgrößter Handelspartner

Der Exportzuwachs nach Nordamerika machte im Vorjahr 29,6 Prozent aus, nach Mittelamerika 28,8 Prozent und nach Südamerika 20,1 Prozent. Amerika ist die wichtigste außereuropäische Region für den österreichischen Außenhandel, wobei in der Länder-Rangliste die USA bereits als drittgrößter Handelspartner nach Deutschland und Italien rangieren, führte Koren aus. Das Exportvolumen nach Amerika (im 1. Quartal 2005) liegt mit 1,7 Mrd. Euro auch über jenem nach Asien (1,3 Mrd. Euro).

Wachstumsmotor für die Ausfuhren quer über den Atlantik waren im Vorjahr die USA und Kanada sowie Mexiko und Argentinien mit starken Zuwächsen: Die Exporte in die USA konnten um 29,8 Prozent auf 5,3 Mrd. Euro gesteigert werden, nach Kanada um 27,8 Prozent auf 760 Mio. Euro, nach Mexiko um 21 Prozent auf 205 Mio. Euro und nach Argentinien um 54,1 Prozent auf 66 Mio. Euro.

2005 Zuwachs von zehn Prozent erwartet

Im ersten Quartal 2005 hat sich das Exportwachstum abgeschwächt, dennoch liegt der Exportzuwachs im Vergleich zur Vorjahresperiode nach Amerika mit 4,4 Prozent immer noch über dem weltweiten Zuwachs mit 2,5 Prozent. Für das Gesamtjahr 2005 erwartet Koren einen Zuwachs der Amerika-Ausfuhren von rund 10 Prozent. "Die Erfolgsstory wird unter schwierigeren Bedingungen, einem leicht abgeschwächten US-Wachstum und den verzögerten Auswirkungen der Euro-Dollar-Problematik fortgeschrieben", ist der AWO-Leiter optimistisch.

Auch bei der Handelsbilanz setzt sich im 1. Quartal der positive Trend des Vorjahres fort: Mit der Gesamt-Region Amerika ist die Handelsbilanz mit 752 Mio. Euro positiv, ebenso mit den großen Handelspartnern USA (+ 665 Mio. Euro), Kanada (+136 Mio. Euro), Mexiko (+18,3 Mio. Euro) und Venezuela (+11,5 Mio. Euro). Handelsbilanzdefizite wurden mit Argentinien (- 17 Mio. Euro) und Chile (- 22,2 Mio. Euro) verbucht. (APA)

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