Lebensmittel verteilen statt ballern

10. Juli 2005, 17:25
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Videospiel der Vereinten Nationen zu Hilfseinsätzen - Food Force erfreut sich großer Beliebtheit

In Videospielen muss nicht immer geballert und gemetzelt werden. Auch das genaue Gegenteil, ein Hilfseinsatz des Welternährungsprogramms (WFP) der Vereinten Nationen, kann offenbar sehr erfolgreich sein. Sechs Wochen nach seinem Erscheinen wurde das Spiel "Food Force" schon eine Million Mal heruntergeladen, wie die Vereinten Nationen in New York mitteilten.

Helfen

In Food Force muss der Spieler eine Gruppe von WFP-Mitarbeitern führen, die den Menschen auf der fiktiven Insel Sheylan helfen soll. In sechs Missionen fliegt er mit dem Hubschrauber, steuert ein Fahrzeug durch unwegsames Gelände und verteilt Lebensmittelerationen.

Ungewöhnlich

"Es wird kein einziger Schuss abgefeuert, was heutzutage ungewöhnlich ist", sagt der stellvertretende WFP-Direktor John Powell. Ziel des Spiels ist es zu zeigen, dass es immer noch hungrige Menschen auf der Welt gibt und dass die Hilfe für sie eine Herausforderung ist, für die Organisationen wie das WFP gebraucht werden. Die Idee zu dem Spiel kam den Angaben zufolge von der WFP-Mitarbeiterin Paolo Biocca, die 1999 bei einem Flugzeugabsturz im Kosovo ums Leben kam.

kostenlos

Die Entwicklung von Food Force dauerte nach WFP-Angaben drei Jahre und kostete rund 300.000 Dollar. Das Spiel gibt es derzeit nur auf Englisch, es soll aber vielleicht auch noch in andere Sprachen übersetzt werden. Es steht kostenlos über das Internet zu Verfügung. (APA/AP)

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