Plattenindustrie setzt im Kampf gegen Raubkopien auf Eltern

7. Juli 2005, 14:49
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Leitfaden soll Eltern über mögliche ungesetzlichen Aktivitäten informieren - Nur zehn Prozent der Eltern wissen, wie Downloads aus dem Internet funktionieren

Im Kampf gegen Raubkopien und illegale Musikdownloads setzt die deutsche Plattenindustrie nun mit Unterstützung einer Jugendschutzorganisation auf die Hilfe der Eltern. Die Internationale Föderation der Phonographischen Industrie (IFPI) will in deutschen Plattenläden, Supermärkten und Schulen ein Merkblatt verbreiten, dass die Eltern über die möglicherweise ungesetzlichen Aktivitäten ihrer Kids aufklärt.

"Jugendliche, Musik und das Internet"

Der Leitfaden mit dem Titel "Jugendliche, Musik und das Internet" informiert über die Funktion von Tauschbörsen, die Vermeidung jugendgefährdender Inhalte sowie datenschutz- und urheberrechtliche Fragen. Verfasst wurde der Ratgeber von Childnet International, einer Organisation, die sich um Fragen der Sicherheit von Kindern im Internet kümmert. Verteilt werden soll das Informationsblatt in 19 Ländern, darunter auch in Deutschland. Auf Pro-musicorg.de kann es in deutscher Sprache heruntergeladen werden.

Schuldigen

Die internationale Plattenindustrie macht illegale Downloads mit für ihre Umsatzrückgänge der vergangenen Jahre verantwortlich. Anlass für das Informationsblatt für Eltern ist eine Studie, wonach nur zehn Prozent der Eltern wissen, wie Downloads aus dem Internet funktionieren, aber 45 Prozent der neun bis 19-Jährigen.(APA)

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