Marke und Qualität prägen Handywelt

11. Juli 2005, 14:23
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Studie: Bedeutung des Kostenfaktors wird oft überschätzt

Qualität und Marke sind starke Faktoren bei der Wahl des Netzanbieters und des Handyherstellers. Eine Studie des finnischen Herstellers Nokia in den neuen Märkten kehrt die vielerorts vorhandene Vorstellung, dass beim Mobiltelefon meistens auf den Kostenfaktor Wert gelegt werde, um. Im Rahmen der Erhebung wurden zwischen September und November 2004 über 8.000 Handybenutzer und Menschen ohne Handy in der Ukraine, Russland, Indien, Indonesien sowie Argentinien befragt. Die Handy-Marke spielt vor allem bei jungen Erwachsenen eine wichtige Rolle. 46 Prozent der Befragten stellten die Marke in den Vordergrund. In der Gruppe der 16 bis 24-Jährigen sind es sogar 52 Prozent.

Positives Bild

In den neuen Märkten zeigt sich ein positives Bild von der bis dato geleisteten Arbeit der lokalen Netzbetreiber. Laut Studie sind 86 Prozent der Befragten User zufrieden mit dem Service. In Indien und Indonesien sogar 90 bzw. 91 Prozent. Ein Drittel gab jedoch auch an, den Anbieter gewechselt zu haben.

Die Wahl des entsprechenden Netzbetreibers hängt jedoch nicht immer vom Preis-Leistungs-Verhältnis ab. Die Erhebung ergab für alle diese Märkte eine Bedeutung der Empfangsqualität. Für 48 Prozent ist dieser Faktor entscheidend für die Netzwahl, geringe Verbindungsentgelte hingegen nur für 41 Prozent. In Indonesien sind es sogar 70 Prozent der Befragten, die die Netzqualität in den Vordergrund stellen. Bei all jenen, die den Netzanbieter gewechselt haben, war jedoch der Kostenfaktor der ausschlaggebende Grund (44 Prozent). Die Empfangsqualität war hier nur mehr für 32 Prozent wichtig.

Unterschiede

Die Erhebung zeigt auch die zunehmende Bedeutung von Content-Services. Einer von fünf Befragten gibt an, in den vergangenen fünf Monaten einen solchen Service benützt zu haben. Es existieren jedoch Unterschiede zwischen den einzelnen Nationalitäten. In Russland werden verstärkt Wetter-Vorhersagen frequentiert. Bei den indischen Handybenutzer lassen sich 82 Prozent Sportergebnis auf ihr Mobiltelefon schicken. In Indonesien sind es mehrheitlich Unterhaltungsspiele. Die Argentinier interessieren sich hingegen mehr für Nachrichten.

Entscheidend für den Erwerb eines Handys ist nach wie vor der Kostenfaktor. 49 Prozent der befragten Menschen ohne Mobiltelefon gaben an, sich keines leisten zu können. Hingegen sehen nur 30 Prozent keine Notwendigkeit für die Anschaffung. Der finanzielle Aspekt spielt auch eine wesentliche Rolle, wenn es um die Wahrnehmung der laufenden Kosten geht. Sowohl Menschen mit als auch ohne Handy schätzen diese meist höher ein, als diese dann wirklich ausmachen.(pte)

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Nokia

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