Bier – was steckt hinter dem Gerstensaft

11. Dezember 2005, 21:13
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Noch ein verregnetes Wochenende? Die Stiegl Brauwelt ist mehr als nur ein Schlechtwetterprogramm. Eine moderne und abwechslungsreiche Ausstellung entführt die Besucher in die vielfältige und bisweilen unbekannte Welt des Biers.

Die Stiegl Brauwelt ist in vier Bereiche aufgeteilt: Die Erlebnisbrauerei, die Welt des Biers, das Biermuseum und die Braustube.

Die Erlebnisbrauerei

Hier taucht man ein in die Welt des Biers und erfährt anhand verschiedener Stationen, welche Rohstoffe zum Bierbrauen notwendig sind und wird über das seit 1516 bestehende Reinheitsgebot aufgeklärt. Das Spannende dabei ist, dass man das Wasser trinken kann, das Getreide, die Hefe und den Hopfen angreifen, daran riechen und schmecken kann. Die einzelnen Rohstoffe werden erklärt und auch für die verschiedenen Stufen des Brauens erhält man kurze und interessante Informationen. Darüber hinaus sind auch die Geräte, die für die Verarbeitung der einzelnen Rohstoffe benötigt werden, ausgestellt. Immerhin wird in diesen Räumlichkeiten auch heute noch Bier gebraut, nämlich das Bio-Paracelsus Naturtrüb, welches am Ende der Brauwelt verkostet werden kann. Wenn gerade Bier gebraut wird, kommt man in den Genuss, vom wohligen Geruch frischen Biers durch das ganze Museum begleitet zu werden.

Die Welt des Biers?

In der Welt des Biers kann man sich allerhand Kuriositäten, aber auch Wissenswertes rund um das Thema Bier ansehen. Man kann darüber staunen, auf wie viel verschiedene Arten man eine Bierflasche öffnen kann. Außerdem werden verschiedene Bier-Werbespots gezeigt, genauso wie alte Plakatwerbungen. Es gibt einen kleinen Raum, in dem man sich auf unterschiedlichen Sprachen anhören kann, wie sich Leute in der jeweiligen Landessprache ein Bier bestellen. Auch der größte Bierturm der Welt ist hier zu bewundern und die Veränderung der Form und der Etiketten der Bierflaschen über die letzten 100 Jahre hinweg können bestaunt werden. Es werden Beispiele für die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten des Gerstensaftes gezeigt. Die Kunstuniversität Wien hat in Zusammenarbeit mit der Stiegl-Brauerei kunstvolle Etiketten entworfen, die man sich in ihrer ganzen Vielfalt ansehen kann. An einem Terminal kann man überdies hinaus per e-mail bierige Grüße mit Fotos an Freunde und Bekannte verschicken.

Stiegl-Museum

Im dritten Abschnitt der Brauwelt kann man eine bierige Zeitreise unternehmen: Hier gibt es Geschichte zum Anfassen. Es sind Maschinen und Geräte, Kutschen und Fässer, Humpen und Gläser ausgestellt, die heute nicht mehr zum Herstellen von Bier benötigt werden, früher aber eine essentielle Rolle bei der Biererzeugung spielten. Diese original belassenen Räumlichkeiten erzählen eindrucksvoll die 500 Jahre alte Brautradition von Österreichs größter Privatbrauerei.

Braustube

Zum Abschluss, nachdem man viel über die Welt des Biers in Erfahrung gebracht hat, wird man auf zwei Seiterl in die Braustube eingeladen. Dazu gibt es auch noch eine ofenfrische Brezel und ein Geschenk aus dem Braushop. Somit kann man in der gemütlichen Braustube, den Ausflug bei einem netten Gespräch und einem kühlen Bier ausklingen lassen.

Resümee

Ein Ausflug in die Stiegl Brauwelt lohnt sich auf jeden Fall. Ein besonderer Reiz der Brauwelt ist die Mischung von Moderne und Tradition in den Ausstellungsräumlichkeiten. Man sollte sich allerdings genügend Zeit dafür nehmen, da das Angebot sehr vielfältig und abwechslungsreich ist, jedoch wird man mit einer spannenden und unvergesslichen Reise durch die Welt des Biers mehr als belohnt. (cab)

Für Informationen über die Öffnungszeiten oder Preise schaut man am besten auf Stiegl Brauwelt nach. Alle Beiträge der Salzburg-Seiten von derStandard.at werden von Teilnehmern der Online-Lehrredaktion der Abteilung Journalistik an der Uni Salzburg in eigener Verantwortung erstellt
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