Von der Idee bis zur Umsetzung

6. Juli 2005, 15:47
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UTOPIE : FREIHEIT ist ein offener Kunstwettbewerb, der nicht zufällig im Jahr 2005 stattfindet. Es ist das Jahr, in dem Österreich viele Jubiläen feiert und das „Gedankenjahr“ ausgerufen hat: 60 Jahre 2. Republik, 50 Jahre Staatsvertrag, 10 Jahre EU-Beitritt – „Befreiung“, „Souveränität“, „freier Waren- und Personenverkehr“ – Operationen mit dem Begriff Freiheit finden auf allen Ebenen statt.

Aus der Themenstellung

Das Jahr 2005 bietet Anlass, den Begriff Freiheit der patriotischen Vereinnahmung zu entziehen und ihn in seiner vielschichtigen Bedeutung auf den Prüfstand zu stellen. Wir tun dies, indem wir ihn mit einem anderen Begriff in Verbindung setzen: dem der Utopie. Der Wettbewerb soll dazu anregen, die beiden Begriffe "Utopie" und "Freiheit" in ihrer gesellschaftlichen, politischen und individuellen Bedeutung zu erforschen, aber auch um Bezüge und Kontinuitäten herzustellen und zu hinterfragen.

Ziel des Wettbewerbs

Ziel des Wettbewerbs ist die Umsetzung von künstlerischen Projekten, die sich auf kritische und reflexive Weise mit dem Begriff Freiheit und seinem Gegenüber - der Utopie - auseinandersetzen. Der lokalpatriotische Bedeutungsüberhang, der dem Wort "Freiheit" in Österreich im Jahr 2005 anhaftet, soll aufgebrochen und ein Raum zu neuerlicher Auseinandersetzung geschaffen werden. Ein weiteres Anliegen ist die Sichtbarmachung von künstlerischen Positionen jenseits der üblichen Museumskultur in der Öffentlichkeit. Die Einreichfrist lief bis 7. Juni 2005.

KünstlerInnenportraits auf derStandard.at

Auf derStandard.at/Kultur erscheinen bis zum Ende des Jahres wöchentlich wechselnde KünstlerInnenportraits, die den TeilnehmerInnen des Wettbewerbs die Möglichkeit bieten, sich selbst und ihre Arbeit einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen. Die Vorauswahl der Projekte, die realisiert werden, trifft die namhaft besetzte Jury Mitte Juli.

Die Jurymitglieder sind der Kulturwissenschaftler und ehemalige Kurator des MUMOK Dieter Schrage, Hemma Schmutz, Leiterin des Salzburger Kunstvereins, Georg Schöllhammer, Herausgeber der Kunstzeitschrift Springerin, die Künstlerin und Anthropologin Katarina Matiasek und die Kritikerin und Kuratorin Ursula Maria Probst.

Ablauf und Realisierung

Die anschließende Realisierung der Projekte, die von 20. Juli bis Ende Oktober läuft, wird durch Open Mind und Partner finanziert und organisatorisch unterstützt, die gesamte Fördersumme beträgt 100.000,-- Euro. In Zusammenarbeit mit den KünstlerInnen werden die Projekte innerhalb einer abschließenden Ausstellung zu Jahresende der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und ein Katalog aufgelegt. Von November bis Dezember findet eine zweite Juryentscheidung statt, die von den realisierten Arbeiten drei Projekte im Rahmen der Ausstellung prämiert.

UTOPIE : FREIHEIT wird der vom Verein Open Mind im Auftrag vom Verein Stadtimpuls veranstaltet. Nähere Informationen zum Wettbewerb unter www.utopie-freiheit.at. (open mind/red)

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