Der Nachwuchs stürmt in Steyr die Hörsäle

23. März 2006, 13:10
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Kinder-Universität soll Lust auf Bildung wecken - Neugierde und Spaß am Lernen sind das Ziel

Steyr - An der Fachhochschule Steyr in Oberösterreich wird Ende August der Altersdurchschnitt der Studierenden für zwei Tage rapide fallen. Während die "echten" Studenten in den Ferien weilen, werden vom 29. August bis 1. September Kinder und Jugendliche im Rahmen der zweiten "KinderUniSteyr" die Plätze im Hörsaal erobern.

"Wir wollen nicht die Forscher von morgen finden, sondern bei den Kids einfach die Lust auf Bildung wecken", erläutert Andreas Kupf vom Institut für angewandte Umweltbildung (IFAU) den Grundgedanken der Nachwuchs-Uni. Und der Bildungshunger der Sieben- bis Vierzehnjährigen scheint 2005 besonders groß zu sein. "Wir rechnen heuer mit bis zu 800 jungen Wissbegierigen", freut sich Kupf.

Rund um das Schwerpunktthema "Bewegung und Beweglichkeit" werden 60 Dozenten 99 Vorlesungen und Seminare für verschiedene Altersgruppen veranstalten. Unter den Vortragenden ist auch der Wissenschafter des Jahres 2004, Rudolf Taschner, Mathematikprofessor an der TU Wien. "Sein Vortrag wird vor allem eine kindergerechte Hommage an Albert Einstein sein", kündigt Kupf an. Unterstützt und finanziell mit 20.000 Euro gefördert wird die Kinder-Uni auch vom Land Oberösterreich.

"Es ist heutzutage besonders wichtig, dass junge Menschen die Wissenschaft als Feld der Bildung entdecken", betont Oberösterreichs Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP). Mit solchen innovativen Projekten würde es gelingen, die "Neugierde und den Spaß am Lernen bei Jugendlichen zu wecken", so Pühringer. Außerdem, überall dort, wo sich "schlaue Füchse treffen", müsse auch das Land dabei sein.

Campus mit Toberaum

Zum richtigen Kinder-Uni-Leben gehört natürlich auch ein entsprechend ausgestatteter Campus mit Kinder-Mensa und -Bibliothek sowie speziellen Freizeitprogrammen. Sollte es wider Erwarten zu "Spannungen" in den klugen Kinderköpfen kommen, so können diese übrigens in einem speziellen Toberaum wieder ausgeglichen werden. (DER STANDARD-Printausgabe, 10.6.05)

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