UNO untersucht Menschenrechtsverletzungen

13. Juni 2006, 16:19
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Menschenrechtskommission ermittelt gegen Regierung

Genf - Die UNO-Menschenrechtskommission ermittelt gegen die Regierung von Togo. Grund sind Ausschreitungen zwischen Oppositionsanhängern und Sicherheitskräften nach der Präsidentschaftswahl am 24. April, bei denen 100 Menschen getötet worden waren. Das Büro des Oberkommissars für Menschenrechte teilte am Freitag mit, eine Untersuchungskommission der UNO werde in die Hauptstadt Lomé reisen. Sie werde Vorwürfe überprüfen, wonach die Regierung die Verantwortung für die Ausschreitungen trägt.

Die ohnehin angespannte Lage in Togo eskalierte nach der Wahl. Die Opposition weigerte sich, den von der Wahlkommission erklärten Sieg des Regierungskandidaten Faure Gnassingbe anzuerkennen. 100 Menschen kamen ums Leben, Tausende flohen. Die meisten von ihnen suchten in den Nachbarstaaten Benin und Ghana Schutz. Maskierte überfielen zudem das Goethe-Institut in Lome und setzten es in Brand. (APA/AP)

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