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Alles dreht sich um die großen Hollywood-Schauspielerinnen der 50er-Jahre - und ihr Publikum. Ausgangspunkt für diese Hommage ist eine Preisverleihung. Die junge Eve (Anne Baxter) betritt die Bühne und streckt ihre Hände aus, um ihre Trophäe entgegenzunehmen. Dieses Bild der Erwartung wird eingefroren und wir erfahren als Rückblende nicht nur alles über den neuen Stern am Theaterhimmel, sondern auch über die anderen Frauen, die an ihrem Ruhm mitbeteiligt waren. An erster Stelle der Broadway-Star Margo Channing, für den Bette Davis legendär wurde. Eva, die sich als Fan bei ihr eingeschmeichelt hat, spielt die Unschuldige so perfekt, dass alle auf sie reinfallen.
Mankiewicz gelingt eine vielschichtige Demontage. Hinter der Maske versteckt sich eine gerissene Erpresserin. Meisterhaft führt Baxter uns auch das Schreckliche des schönen Scheins vor. Die Frau, die allen gefällt, ist ein Automat. Marilyn Monroe spielt ein Starlet, das ausgebootet wird - und aus der Distanz der Geschichte erkennen wir, wie sehr sie bereits damals eine Alternative darzustellen wusste - zum dramatischen Wortwitz von Davis wie zur maschinellen Glätte Baxters. Sie geben ihr Rätsel nicht preis. Alles lässt sich über diese schillernden Frauen, deren Spielkunst verführt, eben nicht sagen. Schon aus dem Grund kann dieser Film an Zauber nur gewinnen. (DER STANDARD, Printausgabe, 11./12.06.2005)
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