US-Quoten kosten Chinas Textilfirmen zwei Milliarden Dollar

12. Juli 2005, 14:47
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400.000 Arbeiter von Sanktionen betroffen

Peking - Die Importquoten der USA für Textilien aus China werden Herstellern aus dem Reich der Mitte Umsatzeinbußen von zwei Mrd. US-Dollar (1,6 Mrd. Euro) bescheren. Voraussichtlich 400.000 Arbeiter würden in der Textilindustrie durch die Sanktionen betroffen sein, sagte der stellvertretende Vorsitzende der chinesischen Handelskammer für den Import und Export von Textilien, Cao Xinyu, nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua.

Bisher hatte die chinesische Branche einen Anstieg der Exporte in diesem Jahr auf über 100 Mrd. Dollar erwartet. 2004 betrug der Wert der Ausfuhren 95 Mrd. Dollar.

Die USA haben Einfuhrquoten für chinesische Textilien in sieben Produktgruppen verhängt. Sie reagierten damit auf die sprunghaft gestiegene Einfuhr dieser Waren nach dem Fall der weltweiten Beschränkungen für den Textilhandel. Die EU hat China noch bis zum Freitag Zeit gegeben, um die Textileinfuhren in nach Europa einzudämmen. Ansonsten will Brüssel eigene Einfuhrbeschränkungen für bestimmte Produkte verhängen.

Insgesamt brächten die US-Entscheidung und die Bestrebungen in der EU erhebliche Unsicherheit für die chinesische Branche, sagte Cao laut Xinhua bei einer Handelskonferenz in der ostchinesischen Provinz Zhejiang. "Hersteller und Exporteure müssen ihre Produktion drosseln oder Bestellungen streichen, um Handelsrisiken zu vermeiden." Cao warf Washington und Brüssel vor, protektionistisch zu handeln. (APA/AFP)

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