Unstimmigkeiten zwischen GRAS und VSStÖ

14. März 2007, 09:42
6 Postings

GRAS wurde in Salzburg stärkste Fraktion - VSStÖ koaliert trotzdem mit Liberalen und Namensliste - GRAS: "Persönliche Differenzen"

Wien/Salzburg - In die demnächst beginnenden Koalitionsgespräche zwischen Grünen und Alternativen StudentInnen (GRAS) und Verband Sozialistischer StudentInnen (VSStÖ) nach den Wahlen zur Österreichischen Hochschülerschaft (ÖH) mischen sich Misstöne.

GRAS in Opposition

An der Universität Salzburg, wo die GRAS mit 40 Prozent der Stimmen stärkste Fraktion wurde, hat sich der VSStÖ mit dem Liberalen StudentInnen Forum (LSF) und einer "Unabhängigen Namensliste" (UNL) zusammengetan und stellt mit Christoph Eder künftig den Hochschülerschafts-Vorsitzenden.

"Machtinteressen"

Dementsprechend groß ist der Ärger bei den GRAS, die an der Uni Salzburg in den vergangenen beiden Jahren trotz absoluter Mehrheit (die bei den Wahlen in der Vorwoche verloren ging, Anm.) den VSStÖ an der Exekutive beteiligt hatte. "Der VSStÖ opfert den klaren Auftrag von mehr als 40 Prozent der WählerInnen seinen eigenen Machtinteressen", kritisierte GRAS-Spitzenkandidatin und Noch-ÖH-Vorsitzende Lina Spielbauer in einer Aussendung.

In dem Vorgehen des VSStÖ ortet sie "keinen sachlichen Grund, sondern persönliche Differenzen": "Die Grüne ÖH war dem Roten Salzburg seit langem ein Dorn im Auge. Es scheint jedes Mittel recht, um die GRAS aus der ÖH zu drängen." So sei die Kandidatur der UNL von vornherein mit dem VSStÖ abgesprochen gewesen, um den Grünen zu schaden.

"Partnerschaftsmüde"

Der VSStÖ sprach auf APA-Anfrage von der "Entscheidung einer autonomen Landesorganisation". Auf diese habe die Bundesorganisation keinen Einfluss, so VSStÖ-Spitzenkandidatin Barbara Blaha. Nach mehrjähriger Zusammenarbeit mit der GRAS sei man in Salzburg offenbar "partnerschaftsmüde" geworden.

Auf Bundesebene haben sich GRAS und VSStÖ bereits grundsätzlich für eine Zusammenarbeit ausgesprochen und wollen demnächst Koalitionsverhandlungen aufnehmen. Für eine absolute Mehrheit sind 32 Stimmen nötig. Der neue ÖH-Vorsitzende wird bei der konstituierenden Sitzung der Bundesvertretung am 29. Juni in Wien gewählt. (APA)

Share if you care.