Linus Torvalds: Ohne Prozess gegen BSD gäbe es heute kein Linux

4. Juli 2005, 10:22
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"Wäre nicht notwendig gewesen" - FreeBSD-Entwickler plaudert aus dem Nähkästchen

Im Rahmen eines Vortrags auf dem Fórum Internacional de Software Livre in Brasilien hat FreeBSD-Entwickler Marshall Kirk McKusick aus dem Nähkästchen der Open Source-Geschichte geplaudert. So seien die BSD-Prozesse Anfang der Neunziger-Jahre indirekt daran schuld, dass es heute Linux gebe, ohne diese wäre Linux schlicht nicht notwendig gewesen, zitiert McKusick den Linux-Erfinder.

Background

Insofern ist es wohl zu gewissen Maßen AT&T zu "verdanken", wie die heutige Betriebssystemslandschaft aussieht. Schließlich hatte der IT-Riese - beziehungsweise dessen UNIX Systems Laboratories - im Jahr 1992 Klage gegen Berkeley Software Design (BSDi) und dessen freiem Unix Net/2 eingereicht, da man das eigene Unix-Copyright verletzt sah. In Folge musste die Auslieferung von Net/2 gestoppt werden, beinahe zwei Jahre lang wurde die Entwicklung des freien Unix massiv verlangsamt.

Verbreitung

Zwar wurde das Verfahren später zur Zufriedenheit von BSDi beigelegt und aus Net/2 und seinem Abkömmling 386BSD entsprangen die heutigen FreeBSD und NetBSD, allerdings hatte sich in der Zwischenzeit ein neuer dominanter Mitspieler im Bereich der freien Software breitgemacht: Linux. (red)

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