Chinesischen Städten geht das Wasser aus

Redaktion, 9. Juni 2005, 20:23

Wirtschaftswachstum gefährdet Wasserversorgung - Mehr als 100 Städte von Knappheit bedroht

Peking - Das rasante Wirtschaftswachstum in China gefährdet die Wasserversorgung in einigen großen Städten. Wie der stellvertretende Bauminister Qiu Baoxing am Dienstag erklärte, ist die Lage so ernst, dass dicht bevölkerte Städte unter Umständen nicht mehr ausreichend mit Wasser versorgt werden können.

"Auf mehr als 100 von 660 Städten kommt eine extreme Wasserknappheit zu", sagte Qiu auf einer Pressekonferenz. China muss 21 Prozent der Weltbevölkerung mit Wasser versorgen, verfügt aber über nur sieben Prozent der Wasservorräte.

Die Regierung hat in den vergangenen Jahren versucht, Umweltschäden trotz der Wirtschaftsentwicklung gering zu halten, die Qualitätsstandards für Luft und Wasser zu verbessern und die Abholzung einzuschränken. Dies alles hatte jedoch nur mäßigen Erfolg.

Abwässer

Die beschränkten Wasservorräte führten im April dieses Jahres zu Streitigkeiten. In der östlichen Provinz Zheijang gab es bei Auseinandersetzungen mit der Polizei mehrere Verletzte, als diese gegen Dorfbewohner vorging, die einen Industriekomplex besetzt hatten. Dessen Abwässer hatten offenbar die Ernte vernichtet.

Qiu fordert von den lokalen Behörden den Qualitätsstandard des Wassers zu erhöhen, den Dialog zu verstärken und den Gebrauch von alternativen Quellen wie Regenwasser und recyceltem Abwasser voranzutreiben. Etwa 90 Prozent der chinesischen Städte und 75 Prozent der Seen leiden den Angaben zufolge unter der Wasserverschmutzung. Die Regierung baut derzeit ein Netzwerk an Kanälen, die große Wassermengen aus dem feuchteren Süden in den wasserarmen Norden transportieren sollen. Die Fertigstellung könnte bis zu 60 Jahre dauern.

"China muss bis 2030 mit wachsenden Wasserengpässen rechnen. Die Bevölkerung steigt bis dahin voraussichtlich auf 1,6 Milliarden Einwohner", sagte Qiu. "Der UN zufolge werden wir bis dahin zu den Ländern gehören, denen es an Wasser mangelt." (APA/AP)

Hallo BWT!

R'ein ins Flugzeug und ab nach China!

Umweltschutz

Haben die Hirnis in Peking wohl vergessen, ihre 10-Jahres-Pläne auf Umweltverträglichkeit zu überprüfen ? Umweltschutz ist auch notwendig zur Erhaltung der Wirtschaftskraft! Ohne Wasser keine Nahrungsmittel! Ohne Nahrungsmittel keine "billigen" Arbeiter! Ohne Arbeiter läuft keine Fabrik! Und Fabriken nur mit Roboter läuft auch nicht. Roboter sind für gewisse Handarbeiten unzulänglich und können sich noch nicht selbständig warten! ;-)

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