Illegale Musikdownloads gehen zurück

19. Juli 2005, 15:50
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Zuwachs bei legalen Online-Musikshops verzeichnet

Einen "deutlichen" bzw. bei den Unter-20-jährigen "dramatischen" Rückgang von illegalen Musikdownloads konstatiert der Verband der Österreichischen Musikwirtschaft (IFPI). Im ersten Quartal 2005 sei der Musikkonsum über Online-Tauschbörsen laut Austrian Internet Monitor bei den Unter-20-Jährigen um 40 Prozent zurückgegangen, bei allen Internet-Usern um durchschnittlich 26 Prozent, hieß es Dienstag in einer Aussendung. Im Aufwind seien jedoch die legalen Angebote zum Musikerwerb im Internet.

Der Austrian Internet Monitor messe zwar nur die Gesamtzahl der Musikdownloader, unabhängig davon, ob diese Downloads über legale oder illegale Tauschbörsen erfolge. Ein im selben Zeitraum angestiegener Anstieg der User von legalen Musik-Shops im Internet von 50.000 auf mehr als 200.000 bedeute jedoch, dass dieser Zuwachs zu Lasten der Tauschbörsen gehe, berechnet die IFPI. Für das erste Halbjahr 2005 werde in Österreich mit 600.000 im Internet legal erworbenen Musikstücken gerechnet.

"Aktion scharf"

In einer Zwischenbilanz der von der IFPI gestarteten "Aktion scharf" gegen die illegale Verbreitung von Musik über das Internet stellt der Verband fest, dass seit Oktober 2004 mehr als 200 Verfahren gegen Tauschbörsen-Uploader gestartet worden sind. Von diesen seien 120 außergerichtlich beigelegt worden. Vom Obersten Gerichtshof werde ein Grundsatzentscheid über die in dieser Hinsicht entscheidende Frage erwartet, ob der Internet-Service-Provider verpflichtet ist, Auskunft über die Identität des jeweiligen Benutzers bei dauerhaft bzw. nicht dauerhaft vergebenen IP-Adressen zu geben. In bisher 54 rechtskräftigen Gerichtsbeschlüssen sei diese Auskunftspflicht bestätigt worden, hieß es in der IFPI-Aussendung. (APA)

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