Ein gutes Gedächtnis kostet Substanz und Lebenszeit

Redaktion, 14. Juni 2005 12:32
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    Foto: archiv

    Wenn sich die Fruchtfliege Drosophila etwas merken muss, lebt sie kürzer.

Forschungen an Taufliegen ergab: Tiere mit Erinnerungen sind stressanfälliger und sterben schneller

Freiburg/Schweiz - Ein gutes Gedächtnis hat seinen Preis. Forscher der Universität von Freiburg in der Schweiz haben herausgefunden, dass Fliegen mit Erinnerungen stressanfälliger sind und rascher sterben. Sie gehen davon aus, dass der Mensch während der Evolution für seine Intelligenz Einbußen in anderen Bereichen hinnehmen musste.

Die beiden Biologen führten mit mehreren hundert Taufliegen Lernexperimente durch, wie die Universität am Dienstag zu einer im Wissenschaftsmagazin "Science" veröffentlichten Studie schrieb. Dabei trainierten Sie die Fliegen, einen bestimmten Geruch mit einem mechanischen Schock in Verbindung zu bringen.

Einige Fliegen erlernten diesen Zusammenhang zwischen Geruch und Gefahr in einer einzigen langen Sitzung, andere Tiere in mehreren kurzen Lektionen. Im ersten Fall wird das neue Wissen im "Anästhesieresistenten Gedächtnis" gespeichert, im zweiten Fall im viel dauerhafteren Langzeitgedächtnis.

Fliegen mit Gedächtnis starben früher

Nach dem Training setzten die Biologen die Taufliegen mit Nahrungs- und Wasserentzug unter Stress. Hatten sich die Tiere weniger stabile Erinnerungen zugelegt, hielten Sie diese extremen Bedingungen im Durchschnitt 21 Stunden lang aus. Jene, die Nährstoffe und Energie für die Speicherung von Langzeiterinnerungen aufgewendet hatten, starben dagegen nach 17 Stunden. Offenbar sei der Energieverbrauch für das Anlegen von Langzeiterinnerungen so hoch, dass er die Insekten für Wasser- und Nahrungsmangel anfälliger mache, folgerten die beiden Forscher.

Nahrungs- und Wassermangel seien unter natürlichen Bedingungen keine Seltenheit für Taufliegen. Die neuen Resultate ließen deshalb vermuten, dass das energetisch kostspielige Langzeitgedächtnis nicht nur Nutzen bringt, sondern auch mit ökologisch bedeutsamen Kosten einhergeht. Die Studie werfe die Frage auf, ob auch der Mensch während der Evolution für seine Intelligenz Einbußen in anderen Bereichen hinnehmen musste. Der Freiburger Biologe Tadeusz Kawecki hält dies für wahrscheinlich. (APA/AP)

Link

Universität Freiburg, Schweiz

Abstract

Science:
A Cost of Long-Term Memory in Drosophila (Anmeldung erforderlich)

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22 Postings
Rittmeister Kopetzký
13.06.2005 02:25
Conclusio???

Die Gscheiten sind die Dummen weil sie sich stressen lassen?

An die Genetiker unter mir! Das Rätsel weswegen die Welt so ist wie sie ist scheint gelöst, die Intellektuellen sterben weg, die Trotteln bleiben?

Sonstwer
13.06.2005 22:34
kennst nicht den Spruch ?

die Dummen sterben nie aus

depp am huegel
10.06.2005 13:27

die wissenschaftler, die diese untersuchung gemacht haben, machen sich jetzt wohl ganz schnell ans vergessen der studienergebnisse, um genug energie zu haben, den nächsten stress zu überleben (ich würde da dauerschauen von wahlweise musikantenstadel oder christl stürmer vorschlagen)

kram-nik2
 
09.06.2005 13:25
untersuchung auch bei menschen

leute die praktisch lernen wie man sich mit einem löffel die augen und danach die leber selbst amputiert sterben früher als die kontrollgruppe die dies nicht lernt.
wissen macht todesmüde.

Naphta1
09.06.2005 11:55

Der Unterschied zwischen akutem und chronischem Stress ist natuerlich ein Problem. Jetzt muesste man natuerlich wissen ob es hier eine Kontrollgruppe gegeben hat (akute und chronische Schocks ohne lernen). Das waere in diesem Fall der Unterschied zwischen Wissenschaft und Mediengeilheit.

puschel eichhorn
08.06.2005 17:26

blöd. wieder ein hinweis darauf, daß ich wahrscheinlich gaaaanz alt werde ...

Fist
08.06.2005 10:41
Fliege

Es zeigt sich in dieser Studie um eine bereits bekannte Fliege, welche Einflüsse bzw. Ereignisse einwirken können um die Lebenszeit zu beeinträchtigen.

Übrigens zwischen Fliege und Mensch ist gentechnisch (anhand der Menge des Gencodes) nicht wirklich ein grosser Unterschied.

Weiters ist das experimentelle Wissenschaft, um Antworten zu finden, sind andere Wissenschaftler jetzt gefragt.

an kog
08.06.2005 11:17

Hörts doch auf mit diesem Gen Blödsinn. Eben, dass zwischen einem Menschen und einer Fliege genetisch der Unterschied nicht soooo groß ist (wer sagt eigentlich welcher Unterschied groß ist und welcher nicht?) zeigt doch deutlich, dass aus einer genetischen Ähnlichkeit nicht wirklich etwas eindeutiges abgelesen werden kann.

Das Gehirn (und vor allem dessen Funktion) einer Fliege und das eines Menschen unterscheiden so gewaltig, dass man da die Genetische Ähnlichkeit ruhig mal vernachlässigen kann.

Fist
08.06.2005 11:49
beweis Fox P2

http://www.whozoo.org/mac/Music/foxp2.htm

dieses Gen entscheidet ob wir ordentlich sprechen können oder nicht.
Wie affen, die diesen evolutionssprung nicht schafften.

an kog
08.06.2005 13:51

Das ist eben die einfache Welt der Genetiker. Und was macht ein Affe mit diesem Gen? Sprechen?
Wohl noch lange nicht. Sprechen und Kommunizieren sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Wenn eine Art die Fähigkeit zum Kommunizieren erwirbt/oder für notwendig erachtet (wer weiss schon was da genau geschieht) sind das wohl mannigfaltigere und komplexere Abläufe als die die reine Physiologische Möglichkeit.
Glauben Sie nicht auch, dass die Menschen ihrem Drang nach Kommunikation mit dem für sie am leichtesten zu benutzenden Medium nachgegangen sein könnten?
Niemand kann beurteilen, dass unsere Fähigkeit zur komplexen Kommunikation überhaupt mit der Fähigkeit sprechen zu können zusammenhängt. Von Ursachen darf da sowieso nicht gesprochen werden.

an kog
08.06.2005 09:09

Ich würde jetzt mal die wissenschaftliche Forderung einheben, dass eine Erklärung so sparsam wie möglich sein muss. Dass also eine einfache Erklärung einer komplizierten vorzuziehen ist.

Wenn ich das mache komme ich zum Schluss, dass mehrere kurze "mechanische Schocks" weniger Substanz kosten als ein "langer mechanischer Schock".
Das ist die einzige Aussage die man mit dieser Versuchsanordnung mit viel gutem Willen überhaupt aufstellen kann.
Das mit einem höheren "Aufwand für das Langzeitgedächtnis" zu erklären scheint mir nicht gerechtfetigt zu sein.
Die zwischen den kurzen "mechanischen Schocks" liegenden Erholungsphasen erscheinen mir bedeutsamer zu sein als der sicherlich wahnsinnig hohe Energieaufwand für das Langzeitgedächtnis.

Sonstwer
08.06.2005 08:54
Publish or Perish

mit solchen Mini-Studien sorgen Wissenschaftler auf der ganzen Welt, dass ihre Namen nicht vergessen werden.

Franz Nux
08.06.2005 08:04
..und das ist wissenschaftlich ?

Die Fliege wird halt drauf pfeifen so lange
mit mechanischen Schocks terrorisiert zu werden
und stirbt eben frueher, weil ihr dies auf die Nerven
geht. Sie glaubt eben, dass sie in 3 Tagen als
Inkarnation in Form einer Gelse wieder kommt und die Wissenschaftler mal ordentlich beissen wird.

Fist
08.06.2005 10:31
jep

expermintelle wissenschaft sogar

Wappen hea
08.06.2005 01:35
sei g'scheit: bleib bled!

ok und deshalb gibts Kürzungen bei Bildungsausgaben.
Alles klar, alles im Sinne der Volksgesundheit, Vorsorge quasi. Schließlich sind die dummen und fetten Kiddies von heute ja die Pensies von übermorgen. Wer weiß, vielleicht gleicht sich ja dann ungesund und fett leben mit blöd sein für die Lebensdauer neutral aus?

Gibts schon Langzeitstudien an hmmmm - Schwerarbeiter fallen aus und die Bulimiestation im AKH auch... hmmmm - vielleicht an Bischöfen und Politikern. Die sind ja überrepresentant blad und alt.

hufj
07.06.2005 20:00
fällt mir nur ein

dumm und glücklich!

pivos pivos
07.06.2005 16:58
war aufgelegt ...

und ich hab geglaubt die amis sind so fett weil sie zu viel hamburger fressen.
... ist aber eigentlich nicht besonders gut.

Wolf Seemann
 
07.06.2005 16:47
heinz von förster

würde in schallendes gelächter ausbrechen und uns daran erinnern: man kann auch noch vom dümmsten etwas lernen.

Sogenet
07.06.2005 15:22
Unsinniger Test und unzulässige Schlussfolgerung.

Die Fliegen sterben offenbar früher durch den zugefügten Stress der mechanischen Schocks. Und kaum durch ihr "gutes" Gedächtnis.

Mir ist es ein totales Rätsel wie "Wissenschaftler" auf diese Schlussfolgerung kommen können.

Fist
08.06.2005 10:34
hm

schlag mal was sinnigeres vor...

Thomas Doppler
07.06.2005 14:16

Das also ist der Zusammenhang zwischen PISA und der Überalterung der Bevölkerung.

Eine Kreatur
07.06.2005 16:53
und deshalb auch der spruch ...

2die dummen sterben nie aus" ;-) sie leben einfach nur länger; ausserdem auch ziemlich auffallend, das der altersdurchschnitt der österreichischen politikerInnen ziemlich hoch ist; und nervige professoren, vorgesetzte und ältere verwandte wollen auch nie in pension gehen und/oder scheinen ewig zu leben ;-)))

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