Steve Jobs verkündet Umstieg auf Intel-Prozessoren

von Redaktion  |  11. Juli 2005, 11:59
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    Apple-Boss Steve Jobs begrüßt seien frischgebackenen neuen Partner Intel-CEO Paul Otellini äußerst herzlich in der Mac-Welt

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Bereits in einem Jahr erste Macs auf x86-Basis - Scharfe Kritik an IBM - Adobe und Microsoft signalisieren Unterstützung

Im Rahmen von Apples Developer Conference hat Steve Jobs den von vielen vor Tagen noch für unmöglich gehaltenen Wechsel der Prozessorplattform verkündet. Bereits in einem Jahr sollen die ersten x86-Macs erhältlich sein, so der Apple-Boss.

Kritik

Zu Beginn seiner Keynote übte Jobs gleich ungewohnt deutliche Kritik am bald ehemaligen Partner IBM, dieser habe weder weder das - versprochene - Überschreiten der 3 GHz-Marke für den Power Mac G5 noch den G5 im PowerBook ermöglicht, so der Apple-Boss. Die momentane PowerPC-Roadmap mache es Apple schlicht unmöglich, die großartigen Produkte, die man vorhabe, zu verwirklichen, entsprechend sei der Wechsel auf die x86-Plattform eine logische Entscheidung gewesen. Zusätzlich würden die Intel-Prozessoren deutlich mehr Leistung pro Watt Stromverbrauch bringen als die PowerPC-CPUs.

Termine

So soll es dann auch nicht mehr lange dauern, bis die ersten Geräte mit der neuen Prozessorplattform ausgeliefert werden: In genau einem Jahr, am 6. Juni 2006, soll der erste Mac mit Intel-Chip erhältlich sein, bis Ende 2007 sollen dann alle neuen Macs auf x86-Prozessoren laufen. Zur Freude der anwesenden EntwicklerInnen wurde auch gleich ein "Developer Transition Kits" für 999 US-Dollar vorgestellt, das ab sofort erhältlich sein soll.

Fließend

Der Umstieg auf die neue Plattform sei auch kein abrupter, Mac OS X habe schon bisher ein "Doppelleben" geführt, es habe immer eine x86-Version "für alle Fälle" in der Hinterhand gegeben. Um dies zu verdeutlichen wies Jobs darauf hin, dass seine während der Keynote gezeigt Präsentation bereits auf einem x86-Mac laufe.

Rosetta

Für alte Software werde es - ähnlich wie beim Umstieg von Mac OS 9 auf Mac OS X eine Kompatibilitätsebene geben. Diese nennt sich "Rosetta" und wird von Jobs selbst als "dynamic binary translator" beschrieben. Im Gegensatz zum "Classic-Modus" soll sie aber wesentlich leichtgewichtiger sein. Um seine Aussagen zu untermauern führte Jobs im Rahmen der Keynote einige PowerPC-Anwendungen - darunter Microsoft Office und Photoshop CS2 - auf dem Intel-Mac vor.

Zweifelsfrei

Um auch keine Zweifel an der Ernsthaftigkeit des Unterfangens aufkommen zu lassen, wurden einige der Partnerfirmen auf die Bühne gebeten. So versicherte Microsoft, dass man sein eigenes Office sowohl für die PowerPC- als auch die x86-Mac-Plattform anbieten werde. Adobe-CEO Bruce Chizen versprach sogar, dass man die erste Firma sein wolle, die ihre gesamte Produktpalette auf die neuen Rechner portiert habe. Dies sei auch selbstverständlich, schließlich würde es ohne Apple Adobe gar nicht geben, so Chizen weiter.

Eingesperrt

Eine Absage erteilte im Anschluss an Jobs Keynote hingegen Apple Senior Vice President Phil Schiller allen, die gehofft hatte, Mac OS X endlich auf ihrem eigenen PC installieren zu können. Dies werde man nicht zulassen, so Schiller deutlich, das eigene Betriebssystem soll auch weiterhin nur auf der Apple-Hardware lauffähig sein. Wie diese Einschränkung umgesetzt werden soll, ließ er freilich vorerst offen. Hingegen werde es künftig durchaus möglich sein Windows auf einem Apple Mac zum Einsatz zu bringen, man werde dies nicht unterstützen, aber auch nicht aktiv behindern, so Schiller.

Hoffnung

Zum Abschluss beschwor Jobs noch einmal den Apple-Zusammenhalt - wohl wissend, dass AnalystInnen im Vorfeld vor den Schwierigkeiten der Umstellung und dem möglichen Verlust von EntwicklerInnen gewarnt hatten. Apple sei stark, es sei wichtig jetzt für die Zukunft zu bauen, damit man noch stärker werde. Dabei seien auch die anwesenden EntwicklerInnen gefragt, diese sollten sofort damit beginnen "universelle" - also auf beiden Plattformen lauffähige - Binaries für ihre Anwendungen zu kreiern. (apo)

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Achilles pseudonym
09.06.2005 13:01
irgendwie komisch

...Zusätzlich würden die Intel-Prozessoren deutlich mehr Leistung pro Watt Stromverbrauch bringen als die PowerPC-CPUs...

komisch - hab ich mir doch von macianer immer erzählen lassen das die powerpc chips so toll sind, weil sie so wenig strom brauchen und bei weniger herz mehr leistung bringen. jetzt bringer der stromvernichtende heizköper von intel mehr leistung pro watt. ergo - die powerpc müssen der letzte schrott sein - ergo jeder apple mit powerpc is müll. so viel hält herr jobs also von seinen eigenen produkten.
ganz glauben kann ich das nicht.
wie sie bei 150watt verlustleistung und mehr weiterhin leise teilweise sogar lüfterlose mac bauen wollen is mir ein rätsel. schade irgendwie.

Martin G
09.06.2005 13:31

Naja, es macht eine Riesenunterschied, ob wir vom Pentium IV oder von der kompletten Neuentwicklung namens Pentium-M reden. Apple wird Weiterentwicklungen des Pentium-M verwenden, und die sind tatsächlich um einiges leistungsfähiger und stromsparender als G4/G5 (bei gleicher Taktfrequenz).

Niemand hat gesagt, dass PPC's der letzte Müll sind, aber gegen das, was Intel vorhat, hätte Apple mit dem IBM-Chip nichts in der Hand. Deswegen ein nachvollziehbarer Schritt Apples.

Karl Joda
10.06.2005 01:46
was Intel vorhat,

.. hoffendlich schaffen sie es auch wirklich...

Denis 
08.06.2005 13:40
... nur was für Pseudo-Intelektuelle!

Eigentlich war das ja garnicht sooo dumm, von Steve. Jetzt werden wir dann immer mehr Leute mit Applebooks und Mac's Zuhause sehen. Der Grund hierfür wird nicht das "Notwendige" sein, sondern vielmehr ist das Aussehen der Apple-Geräte heute aboslut hip. D.h.: Jeder daher gelaufene Yuppie zeigt, was für einen tollen Geschmack er doch hat, aber in Wahrheit keinen blassen Schimmer von OS besitzt, weil die Kiste ja auch mit Windows läuft. Hallo Leute: Das ist doch ein tolles Marketing-Konzept. So läßt sich die Hardware doch super verkaufen... oder etwa nicht! Aus die Zeit, in der man mit Apple-Usern Fachsimpeln konnte...

kapitän nemo
08.06.2005 11:00
auf der apple homepage wird immer noch die 80% höhere lesitung des G5 gegenüber ienem pentium 3.6ghz angepriesen

irgenwie fühle ich mich da als apple-user schon ein wenig verarscht.
Allerdings hat IBM und zuvor schon Motorola Apple bei den prozessoren , seitdem der G4 auf den markt kam, ziemlich im stich gelassen.
die leistung hat seit damals nie das gehalten, was versprochen wurde.
Der wechsel scheint also notwendig zu sein, und wird letztlich auf dem rücken der konsumenten ausgetragen

Martin G
09.06.2005 15:53

Ein G5 ist tatsächlich um einiges leistungsfähiger als ein P4. Gegen den Pentium-M habens aber langfristig keine Chance.

Und ein Pentium-M hat - abgesehen vom Instruktionssatz - wenig Ähnlichkeiten mit einem P4.

Robert_Bachner
08.06.2005 23:34
Die akutellen G5 Chips sind ...

... auch jetzt noch absolut konkurrenzfähig. Das grosse Problem für Apple war glaube ich hauptsächlich die Tatsache, dass IBM keine passenden Prozessoren für Laptops bieten kann, und es werden eben auch immer mehr Laptops verkauft und das wird immer wichtiger.

Ein sehr interessanter Aspekt ist jetzt aber vor allem der, dass in Zukunft auf einem neuen Intel-Mac natürlich Mac OS X laufen wird, und dazu aber auch (!) Windows. Und dass es ein echter Mac mit all seinen Vorzügen sein wird. Keine schlechte Strategie eigentlich ...

Nathaniel Boisgard 
07.06.2005 23:12
naja

wenn ibm bzw deren subkontraktor unfähig sind wirklich brauchbare prozessoren in einer akzeptablen preisklasse zu erzeugen (serienmäßige wasserkühlung ist ja nun wirklich ein witz) - wie kann man dann noch von einem technologischen vorteil der Ppc technologie reden? das kleinere is wird doch mittlerweile durch die "hingemurksten" instruktions-erweiterungen der ia32 proz. schon halbwegs ausgeglichen...
intel schafft es ja auch seine mit 3,irgendwas ghz laufenden prozessoren gasgekühlt stabil laufen zu lassen...
ist die konkurrenz (nicht amd) so ein stümperverein...?

FloLaczko
07.06.2005 20:13
Frage:


Angenommen im Herbst nächsten Jahres haben Sie die Wahl zwischen zwei intel Kisten mit vergleichbaren Spezifikationen, eine Dose mit Longhorn und ein Mac mit OS X.5.

Welchen Computer würden sie kaufen? Eben.

hiaslbua
08.06.2005 11:05
Leopard

Mac OS X
Windows XP

OS X 1
...

OS X 2
...

OS X 3
...

OS X 4
...

OS X 5
Longhorn (vielleicht)

hcl
08.06.2005 00:30

Na klarerweise die mit OS X - get the full power of Unix ;)

powerpack
07.06.2005 19:30

Also dass Apple zwar auf Intel x-86 umsteigt aber es gleichzeitig nicht zulässt Mac OS auf "externe" also so gut wie alle x-86 zu installieren grenzt an Schwachsinn. Apple wird sich damit wieder alle Marktanteile selber wegnehmen, denn dann ist das bisher größte Verkaufsargument, nämlich die bessere Performance auch dahin.

hcl
08.06.2005 00:32

Allerdings. Die Aussage: Windows wird auf den Intel-Apples laufen ist ja der Oberhammer. Damit ruinieren sie OS-X auch noch, weil es ja umgekehrt nicht möglich sein wird. Damit ist die letzte Chance vertan OS-X am Markt zu positionieren.

Karl Joda
10.06.2005 01:51
Damit ist die letzte Chance vertan OS-X am Markt zu positionieren.

Umgekehrt, die userInnen werden Win- Longhorn nichtmehr wollen....

el Hefe 
08.06.2005 14:02
Windows & Mac

geht doch jetzt auch schon. Oder noch nie was von VirtualPC von MS gehört?

hcl
08.06.2005 14:05

Sie kennen wohl den Performanceunterschied zwischen Emulation und echter Hardware nicht. Da liegen Welten dazwischen.

Keiner käme ernsthaft auf die Idee hauptsächlich unter einer Emulation zu arbeiten.

boa vista
08.06.2005 11:01

unglaublich, welcher blödsinn hier verzapft wird. warum soll es ein nachteil sein, wenn auf einem mac zusätzlich windows laufen kann. ist doch eine zusätzliche möglichkeiten. damit könnten auch spieler einen mac kaufen, und so zwischendurch auf windows spielen.
mac os x wird genauso gut funktionieren wie bisher, das hat doch nichts mit der prozessor-architektur zu tun!

hcl
08.06.2005 14:07

Es geht hier nicht um einen Performancenachteil sondern um die ökonomische Frage.

Läuft Windows auf einem Apple aber OS-X nicht auf einem PC steht ganz klar fest, daß der Marktanteil von OS-X schwinden wird. Man läßt quasi auf der eigenen Hardware Konkurrenz zu - versucht aber nicht Konkurrenz auf der Fremdhardware zu schaffen!

Martin G
07.06.2005 20:03

Sorry, aber "bessere Performance" haben die Macs (die ich ja ansonsten auch super finde) nur in den Augen der Menschen, die Scheuklappen aufsetzen, und den ganzen Tag die altbekannten Mantras "1GHz G4 == 2GHz P4" und "G5's sind die schnellsten Computer der Welt" wiederholen...

Lapinlahden Linnut
07.06.2005 21:17
naja, "bessere performance" bedeutet ja,

... absturzfrei und ohne virenattacken und "neuaufsetzen", mit höherer intuitivität und stabilität usw. unterwegs zu sein, netzwerke in nullkommanix aufzustrellen usw. eine einzige virenattacke, wie regelmäßig in den letzten jahren in der windows-welt macht jede "bessere performance" im sekundenbereich zunichte. das heisst, dass die "bessere performance" ovarall sicher bei OSX bleiben wird. so gesehen ist auch linux voran (gemessen an win).

boa vista
07.06.2005 21:43

nein, das bedeutet bessere performance eben nicht, da hat marting g schon recht. natürlich habe ich mit mac os x einen besseren workflow, auch wenn die performance nur gleich gut ist als bei wintel. falls durch den wechsel bessere performance rauskommt, so ist das zusammen mit dem besseren workflow bei osx doch optimal, oder?

mai
07.06.2005 19:53
halllllooooo

dann verkaufen die ja nur noch os x und keine hardware mehr ....

Jim Kirk
07.06.2005 21:13
Du meinst so wie MS?

mai
08.06.2005 11:21

äh, ja, ..
aber macht schon einen unterschied, ob ich software alleine oder mit hardware - wie bisher - für ein so relativ kleines unternehmen, verkaufe, nicht?

ps: bist du der bruder oder der papa vom james tiberus?

Freigeist
07.06.2005 19:38
obs die performance

mit intel auch noch gibt werden wir erst sehen.

zumal ja wieder alles mit geschleppt wird (rosetta).

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