Die Marktführer auf dem weltweiten Handymarkt

11. Juli 2005, 14:24
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Nokia bleibt Marktführer, Marktanteil von Siemens auf tiefstem Stand seit 1999 gesunken

Im ersten Quartal 2005 wurden weltweit mehr Handys verkauft als je zuvor. Trotz des Rekordabsatzes von über 180 Millionen Geräten ist der Marktanteil von Siemens in den ersten drei Monaten auf den niedrigsten Stand seit 1999 gesunken. Nach Angaben des britischen Marktforschungsinstituts Gartner ist Siemens damit auf Platz fünf gerutscht, Marktführer blieb die finnische Nokia.

Probleme bei Siemens

Das Handygeschäft macht dem Siemens-Konzern schon seit längerem keine Freude. In der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2004/05 (30. September) machte die Sparte einen Verlust von 280 Mio. Euro nach einem Gewinn von 77 Mio. Euro. Auch die Absatzzahlen zeigten in einem boomenden Gesamtmarkt nach unten. Der Verkauf von Mobiltelefonen brach von 28 auf 22,8 Mio. Stück ein.

Untergeordnete Rolle

Unter den großen Herstellern spielen die Münchner damit nur noch eine untergeordnete Rolle. Im abgelaufenen Quartal kam Siemens auf einen weltweiten Marktanteil von 5,5 Prozent. Vor einem Jahr waren es noch 8,0 Prozent. Damit musste Siemens auch den aufstrebenden Konkurrenten LG Electronics ziehen lassen. Von Marktführer Nokia (30,4 Prozent) ist Siemens ohnehin meilenweit entfernt. Der Umsatz der Mobiltelefonsparte ging in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres von 2,7 auf 2,0 Mrd. Euro zurück.

Verschlafen

Bei der Ursachenforschung sind sich die meisten Experten einig: Siemens hat zu spät auf neue Trends wie den Boom von Kamera- und Klapphandys reagiert. Forciert wurde die Krise im vergangenen Jahr, als der Konzern wegen einer Software-Panne die neue 65er-Serie zurückrufen musste. Als Folge kamen die neuen Handys erst später auf den Markt. Der Durchschnittspreis, den Siemens erzielen konnte, sank. (apa)

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