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Die europäischen Notenbanker (im Bild die Frankfurter EZB-Zentrale) haben ihren Optimismus für einen Fortbestand des Euro bekräftigt.
Offenbar ist das in Europa nicht mehr common sense. Denn der italienische Sozialminister Roberto Maroni schlägt in einem Gespräch mit der Zeitung La Repubblica vor, zeitweilig wieder die Lira einzuführen – als Zweitwährung. Die Italiener sollten darüber abstimmen.
Haider: "Vorschlag genau anschauen"
Auch in Österreich findet sich ein Politiker, der dies für zumindest überlegenswert hält: BZÖ- und Ex-FP-Chef Jörg Haider. Er sagt auf Anfrage: "Diesen Vorschlag sollte man sich genau anschauen. Auch wir haben seinerzeit ein Volksbegehren für den Erhalt des Schillings gemacht. Wie wir heute alle wissen, ist der Euro tatsächlich zum Teuro geworden."
Alina Lengauer, Europarechtsprofessorin am Wiener Juridicum, sagt: "Es ist nicht möglich, dass Italien unilateral aus den Maastrichter Verträgen aussteigt. Diese sind eine Novellierung der EG-Verträge." Sie sieht als Hintergrund des italienischen Vorstoßes, dass sich Premier Silvio Berlusconi offenbar wünsche, eine Sonderklausel in den Stabilitätspakt hineinzubekommen, damit sein überbordendes Defizit akzeptiert wird. Über eine Diskussion über die Währungsunion könnte dies indirekt bewerkstelligt werden, so das mögliche Kalkül der Italiener. Denn der Risikoaufschlag (Spread) für italienische Anleihen im Vergleich etwa zu deutschen ist hoch wie seit zweieinhalb Jahren nicht mehr.
Paul de Grauwe, Währungsexperte an der belgischen Universität Leuven, sagt in einem Interview, die hohe Inflation in Italien mache italienische Produkte weniger wettbewerbsfähig. Es sei verlockend, dies mit dem Wechselkursinstrument zu beheben (so wie Mitte der 90er-Jahre).
Für exportierende Unternehmen stört das Fallen des Euro im Zuge der aktuellen Diskussionen gar nicht, denn das Szenario von 1,40 Dollar für den Euro dürfte nicht mehr aktuell sein. Binnen einer Woche fiel der Kurs von 1,26 Dollar auf unter 1,22 nach dem "Nee" der Holländer.
Liebscher: "Die Vorteile überwiegen"
Klaus Liebscher nennt als einzigen Nachteil der Euro-Einführung, dass stabilitätsorientierte Länder wie Österreich, Deutschland, Frankreich und die Niederlande den Vorteil niedrigerer Zinsen im Vergleich zu südeuropäischen Staaten aufgeben mussten. Aber: "Die Vorteile überwiegen: Wegfall der Wechselkursrisken, Ankurbelung der Exporte, Preistransparenz, eine niedrige Inflationsrate – und nicht zuletzt die Annehmlichkeit für Touristen, kein Geld mehr wechseln zu müssen."
Was populistische Politiker nach den Referenden fordern, ist übrigens im Waldviertel bereits Realität – als Marketinggag. Die Währung "Waldviertler" wurde nicht am 1. Mai erstmals ausgegeben (mit Euro-Deckung in der örtlichen Raika in Schrems), innerhalb einer Woche sei "Freigeld" in private Geldbörsen gewandert. Der örtliche Handel gibt Rabatte, wenn man mit dem "Waldviertler" bezahlt. (Leo Szemeliker, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 4./5.6.2005)
...ja natürlich, genauso wie alle großreiche der geschichte wird auch natürlich unsere "geliebte" EU, von der wir ja alle soooooooo profitieren, für die ewigkeit sein!!! ...*lol*
zum glück ist sie bereits jetzt zum scheitern verurteilt...
Machen Sie nur, die interne Verrechnungswährung der Wirthschaft bleibt EUR. Oder was glauben Sie, was ALLE Industrieunternehmen in den europäischen Nichteuroländern (mit Ausnahme des wirtschaftlich sehr starken UK) in ihren Büchern und Verträgen drinnen stehen haben? Forint und Franken? Krone und Sloty? Aber wirklich nicht.
angenommen am 01/01/06 kommt die Lira zurueck ueberweise ich mein Geld per 31/12/05 von meinem it. kto auf meiner Wiener.Blockieren koennens das nicht, da eine Grundfreiheit. Das gl. spielen wir mit dem geh. meiner Frau und das taten alle tun, die die Moeglichkeiten haben.Die Lira im freien Fall.
es geht um eine Parallelwährung. Sollen sie halt wieder Palmersmünzen einführen, wenns ihnen Spaß macht. Ansonsten haben sie Recht, Herr Fadinger,
Da Geld ohnehin nur als Symbol für Besitz gilt, ist es egal wie das Symbol ausschaut oder heißt oder wie auch immer.
es mögen sich manche noch nicht an den euro gewöhnt haben - das stellt sich ein; produkte sind tw. teurer geworden - werden aber nicht wieder billiger, wenn man wieder in LIT/ÖS zahlen kann; nicht außer acht zulassen ist, dass der euro ein symbol ist - ein symbol für die zusammengehörigkeit europas; ich selbst konnte nie viel mit patriotismus anfangen (die meisten sowieso nur im winter - der schirennen wegen), dennoch fühle ich mich als europäer; das konzept steht zwar noch irgendwie auf wackligen beinen, aber "rome wasn't built in a day" - ich bin sehr zuversichtlich und setze große hoffnung in die europäische gemeinschaft, an deren fundament leider viele rütteln und versuchen es zu untergraben...
mfg
In Mazedonien wurde vor wenigen Jahren ein drohender Bürgerkrieg zwischen Mazedoniern und Albanern durch ein beherztes und schnelles militärisches Eingreifen der EU verhindert.
Was finden sie so schlecht dran, Tausenden Menschen das Leben zu retten? Ich finde, so was passiert(e) leider viel zu selten (vgl Balkankriege).
Jawohl Friedensprojekt!! Seit der Gründung der EU (bzw. EG und Vorläuferorganistationen) gab es auf deren Gebiet keinen Krieg mehr in Europa! Krieg kann man nur verhindern, indem man sich zusammensetzt und zu einem gemeinsamen Nenner kommt (wo jeder zurückstecken muss).
Bez. Aufrüstungspflicht: Du kannst dich bei den Verfassungsgegnern danken, dass in Zukunft der EU-Rat (sprich unsere Regierungschefs und Minister!) weiterhin im geheimen Rüstungsprojekte (und anderes) vorantreiben können und diese nicht der Kontrolle der Öffentlichkeit und des EU-Parlamentes unterliegen.
Das Übliche in Europa: Unschuldige werden für die Sünden anderer geschlagen.
D.h., das böse Europa ist schuld für die Fehler, die tatsächlich in Italien begangen wurden. Denn viele Unternehmer waren so dämlich, den Euro statt 1EUR=2000ITL mit 1EUR=1000ITL umzurechnen. Jetzt haben viele ärmere Familien in dem Land wirklich ein Problem bekommen, das ist aber hausgemacht!! Aber es ist wie immer viel leichter, den Sündenbock EU zu strapazieren und den eigenen Mist dort abzuladen.
So wird durch Blödheit eine wunderbare Idee Stück für Stück zerstört.
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