Wahlrecht fiel AG auf den Kopf

14. März 2007, 09:42
40 Postings

Aktionsgemeinschaft erlitt schmerzhafte Niederlagen - An WU Wien und BOKU musste die AG Mandate an die GRAS abgeben

Wien - Im Nachhinein betrachtet ist das von den Regierungsparteien beschlossene neue Hochschülerschafts-Wahlrecht der VP-nahen AktionsGemeinschaft (AG) auf den Kopf gefallen. Die AG hat einige Unis äußerst knapp verloren und an anderen zusätzliche Mandate nur um Haaresbreite verfehlt. Profitiert haben davon vor allem die Grünen und Alternativen StudentInnen (GRAS).

So musste sich AG-Spitzenkandidatin Bernadette Gruber an ihrer Heimatuni, der Universität für Bodenkultur (Boku), im "direkten Duell" mit der GRAS-Frontfrau Doris Gusenbauer um 47 Stimmen geschlagen geben. Das einzige an dieser Uni zu vergebende Bundesvertretungs-Mandat wanderte damit zur GRAS. Pech hatte die AG auch an der Veterinärmedizin: Zwölf Stimmen fehlten für die Erringung des einzigen Bundesvertretungs-Mandats, das an die Fachschaftslisten (FLÖ) ging.

Sechs Stimmen fehlten der AG an der Wirtschaftsuniversität (WU) zur Erringung eines dritten Mandats, das stattdessen zur GRAS wanderte, und an der Medizin-Universität Wien verlor die AG ein Mandat um zwölf Stimmen an den Verband Sozialistischer StudentInnen (VSStÖ).

Der im Vorfeld der Wahlen von SPÖ und Grünen erhobene Vorwurf, wonach das neue Wahlrecht durch die Ungleichgewichtung der Stimmen kleinere Unis und damit die AG und die FLÖ bevorzugen würde, spiegelt sich im Endergebnis nicht wieder. Zwar gewann die AG klar die Medizin-Uni Innsbruck und die Montanuni Leoben, errang damit aber nur genau so viele Mandate wie die GRAS mit ihren knappen Siegen an Boku und Medizin-Uni Graz. Die Veterinärmedizin ging knapp an die Fachschaftslisten. (APA)

  • Artikelbild
Share if you care.