Gesundheitsbewusstsein durch Sebastian Kneipp

11. Dezember 2005, 18:07
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Nach dem großartigen Erfolg des Kneipp-Pilotprojekts im Kindergarten Elixhausen will Landesrätin Doraja Eberle (ÖVP) 25 Gratis-Kneipp-Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen.

Seit zehn Monaten wird im Kindergarten Elixhausen ein Kneipp-Pilotprojekt, nach dem Konzept von Projektleiterin Regina Jungmayr (Kneipp-Verband Salzburg), angeboten. Unter dem Namen „Bin i fit, bin i cool!“ läuft das erste Gesundheitsvorsorge-Projekt in Österreich und zwölf Kindergärten in Salzburg wollen sich diesem Projekt anschließen. Die Ausbildung für KindergartenpädagogInnen soll dabei gefördert werden. „Im Fortbildungsprogramm 2005/2006 stehen 25 Gratis-Plätze zur Verfügung, die sich intensiv mit dem Fünf-Säulen-Programm nach Kneipp beschäftigen“, so die Landesrätin Doraja Eberle. In der Ausbildung werden unter anderem die fünf Elemente des Kneipp-Gesundheitsprogramms in Theorie und Praxis erlernt sowie die Umsetzungsmöglichkeiten für den Kindergartenalltag. Die Kosten für die Ausbildung sollen von der Landesrätin übernommen werden.

Fünf-Säulen-Programm nach Kneipp

Das Projekt basiert auf den Fünf Säulen von Sebastian Kneipp (1821-1897). Neben Wasserandwendung, Heilpflanzentherapie, vernünftige Ernährung und entsprechendem Maß an Bewegung, wird viel Wert auf eine Lebensordnung gehalten. Die Lebensordnung soll die Einstellung zu Mitmenschen und Umwelt sowie Ruhe in ein vernünftiges Verhältnis zueinander bringen. Das Kneipp-Pilotprojekt macht den Kindern nicht nur Spaß, sondern fördert auch das Umdenken in Richtung Gesundheitsbewusstsein. Die Kinder kneippen, laufen barfuss in Wiesen wie in Schnee, legen eigene Kräutergärten an und lernen spielerisch mit ihrer Gesundheit umzugehen. „Die Kinder zeigen ein reges Interesse an den gesundheitsfördernden Themen und an den praktischen Umsetzungen“, so die Leiterin des Kindergartens, Elisabeth Stöger. Die Lehre von Sebastian Kneipp zeigt, dass mit wenig Geld und ein bisschen Konsequenz sich ein umfassendes körperliches Wohlbefinden und seelische Ausgeglichenheit verschaffen lässt. Eberle betont, dass die Gesundheitsvorsorge in den Kindergärten eine einfache und kostengünstige Maßnahme sei, um den Kindern einen lustbetonten, gesundheitsfördernden Lebensstil im Alltag mitzugeben.

Prävention von Anfang an

Durch den Ausbau dieses Projektes können Präventionen schon bei den Kleinsten in Angriff genommen werden. Ziel soll es sein, den Kindern ein gesundheitsbewusstes Denken durch ein Vorbildverhalten zu erlernen und mit täglichen Übungen zu festigen. Dadurch können eine gesundheitsbewusste Einstellung und ein gesundheitsbewusstes Verhalten gefördert werden um im späteren Leben die erlernten Maßnahmen im Alltag als selbstverständlich zu integrieren. Toleranz und Rücksichtnahme werden geübt und gefördert und das Selbstwertgefühl gesteigert. Den Kindern wird über das Kneipp-Projekt Zugang zu einem ganzheitlichen, gesundheitlichen Denken ermöglicht. (sto)

Alle Beiträge der Salzburg-Seiten von derStandard.at werden von Teilnehmern der Online-Lehrredaktion der Abteilung Journalistik an der Uni Salzburg in eigener Verantwortung erstellt
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