ATVplus feiert zweiten Geburtstag

19. Juli 2005, 16:07
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75 Prozent technische Reichweite, Marktanteile steigen - Sex über Infrarotkamera, Bauern-Partnersuche sollen nächste Saison helfen

"Tausche Familie", "Die Lugners", Comedy und nicht zuletzt Fußball: ATVplus hat mittlerweile einiges im Programm, das den Sender als - wenn auch kleine - Marke auf dem heimischen Fernsehmarkt positioniert. Am Mittwoch jährte sich der Start als bundesweiter österreichischer Privatsender zum zweiten Mal. ATVplus zieht überwiegend positive Bilanz. Die Pläne für Herbst: ATVplus will Frauen für Bauern finden und damit selbst Zuschauer. Und ab August sollen "Die Sexperten" dem Liebesleben von Paaren auf die Sprünge helfen. Die Erfolge zeigen sie – mit Wärmebildkamera im Schlafzimmer.

Technische Reichweite bei 75 Prozent

Manche Probleme brauchen einfach Geduld: etwa das der technischen Reichweite. Nur rund 40 Prozent der österreichischen TV-Haushalte hatten wenige Wochen nach dem Start im Juni 2003 den neuen Sender eingespeichert. Nun können 75 Prozent das ATVplus-Programm empfangen. Keine großen Sprünge, sondern einen stetigen Trend weist auch die Marktanteilsentwicklung auf. Fünf Prozent Marktanteil in der Kernzielgruppe gab Vorstand Franz Prenner mehrmals als Ziel vor. 2004 betrugen die Jahresquoten 2,8 Prozent (zwölf bis 49 Jahre) bzw. 3,2 Prozent (zwölf bis 29 Jahre). Soeben hat ATVplus für den Mai mit vier Prozent bzw. 4,6 Prozent einen neuen "Rekordwert" verzeichnen können.

96 Prozent der Fernseh-Bucher nutzen auch ATVplus

Die Werbewirtschaft reagiert auf den Trend, so ATVplus: 95 Prozent aller Fernseh-Bucher in der klassischischen Werbung nutzten für ihre Kampagnen auch ATVplus. Von Jänner bis Juni 2005 habe man den Nettoumsatz bei den klassischen Werbeeinnahmen um mehr als die Hälfte steigern können.

Nicht verstummen wollten heuer monatelang Spekulationen, wonach RTL bei ATVplus einsteigen wolle. Die Gesellschafter, allen voran der Filmhändler Herbert Kloiber und die Bawag, dementierten mal mehr, mal weniger entschieden. Angesichts der Turbulenzen bei RTL - der zurückgekehrte Senderchef Gerhard Zeiler muss sinkende Quoten in den Griff kriegen - gehen Branchenkreise mittlerweile aber davon aus, dass der Deal, so es einen gegeben hat, aufgeschoben oder ganz aufgehoben ist. (APA/red)

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