Frau in der Wirtschaft fordert Betreuungs-Prämie

8. Juli 2005, 13:58
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Unterschriften-Aktion zur Durchsetzung der steuerlichen Begünstigung

Wien - Frau in der Wirtschaft fordert eine Betreuungsprämie in Form einer steuerlichen Begünstigung. Die Begründung: Mehr als die Hälfte der Frauen fühle sich durch die Mehrfachbelastung von Familie, Haushalt, Beruf und Unternehmen stark beeinträchtigt. Weil Kindergärten und Schulen keine ausreichend flexible Betreuung anbieten, die den Anforderungen der Arbeitswelt entspricht, müssen bis dato Frauen für eine entsprechende Kinderbetreuung selbst in die Tasche greifen. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sollten sich jedoch alle Frauen, egal ob Angestellte, Unternehmerin, Freelancerin oder andere leisten können.

Prämienmodell

Und so sieht das Prämienmodell zur Betreuung aus: zehn Prozent der Aufwendungen für Betreuungs- und Haushaltshilfen mit einer maximalen Deckelung von 783 Euro pro Jahr können als Prämie auf dem Abgabenkonto gutgeschrieben werden. Dabei soll die technische Umsetzung der Betreuungsprämie einfach sein: die Prämie würde als Gutschrift auf dem Abgabenkonto verzeichnet und als Erstattung von der Einkommenssteuer vergleichbar mit der Bildungsprämie, der Investitionszuwachsprämie oder der Lehrlingsausbildungsprämie gelten.

Zur Durchsetzung der Forderung nach dem Betreuungsprämienmodell hat die Bundesvorsitzende von Frau in der Wirtschaft, Sonja Zwazl eine Unterschriftenaktion gestartet, die unter Betreuungsprämie abgerufen werden kann. Nähere Infoprmationen werden überdies unter "Kinderbetreuung: Was wir tun, was wir brauchen" angeboten. (red)

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