Neuer Dreamworks-Hit setzt auf Linux

8. Juni 2006, 13:18
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"Madagaskar" soll neue Standards bei 3D-Animation setzen - "Mittlerweile beinahe alles möglich"

Über die letzten Jahre hat sich Linux recht unauffällig in einigen spezialisierten Anwendungsgebieten durchgesetzt, eines der prominenteren Beispiele dafür ist die Produktion von Animationsfilmen. So setzt das von Steven Spielberg gegründete Filmstudio Dreamworks schon seit einigen Jahren zunehmend auf das Open Source Betriebssystem.

Überall

Der gerade erst äußerst erfolgreich in den USA angelaufene neue Film "Madagaskar" ist in dieser Hinsicht der bisherige Höhepunkt. Praktisch alle Tätigkeiten von Design über Animation bis zum Rendering laufen mittlerweile auf Linux, auf den Desktop-Rechnern kommt dabei GNOME als Umgebung zum Einsatz. In gewissen Bereichen kommt zusätzlich noch eine Betriebssystem-Eigenentwicklung namens e-motion zum Einsatz, dies berichtet eweek.

Selber machen

Da Dreamworks praktisch alle verwendeten Programme selbst schreibt, ist das eventuelle Fehlen von Spezialprogrammen unter Linux kein Problem für das Studio. Dies ermöglichte ereits recht früh den Umstieg auf das Open Source Betriebssystem, zuvor kamen vor allem vergleichsweise äußerst teure propietäre Unix-Server zum Einsatz. Die jetzige Hardware-Ausstattung stellt Hewlett-Packard auf Basis von AMD-Opteron-Servern.

Möglichkeiten

Mittlerweile sei bei der Kreierung von Animationsfilmen so ziemlich alles möglich, im Vergleich zu den ersten digital erzeugten Filmen wie Aladdin hat sich eine Menge getan, so Dreamworks-CEO Jeffrey Katzenberg. So habe allein der Hauptcharakter von "Madagaskar", Alex der Löwe 1,7 Millionen Haare, insgesamt gebe es 60 verschiedene Kombinationen von Haartypen, etwas das vor wenigen Jahren noch undenkbar gewesen wäre. (red)

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