AK für "sofortigen Stopp" der Verkaufsverhandlungen

12. Juli 2005, 15:16
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Arbeiterkammer hält Teilverkauf an ausländische Konzerne "volkswirtschaftlich und verkehrspolitisch für äußerst bedenklich"

Wien - Die Arbeiterkammer (AK) fordert von Infrastrukturminister Hubert Gorbach (B) einen sofortigen Stopp der Verhandlungen der zum Verkauf stehenden Postbus-Linien. "Der Verkauf an einen ausländischen Konzern wäre volkswirtschaftlich und verkehrspolitisch äußerst bedenklich, weil dadurch der Wettbewerb zwischen Straße und Schiene weiter verschärft und die Planung eines koordinierten Verkehrsnetzes erschwert würde. Das wäre eindeutig ein falsches verkehrspolitisches Signal", kritisiert die AK.

Dem Vernehmen nach soll das französische Nahverkehrsunternehmen Keolis jetzt zumindest für sechs von zehn noch nicht verkauften Postbus-Privatisierungspaketen Bestbieter sein. Ursprünglich war Keolis nur für ein Paket als Käufer gehandelt worden.

Die AK forderte beim Postbus-Verkauf von Beginn an eine österreichische Lösung und befürwortete letztendlich den Verkauf der Postbus AG an die ÖBB. "Durch den vom Kartellgericht ohne Auflagen genehmigten Zusammenschluss von ÖBB und Postbus war es für uns auch klar, dass weder der Unternehmensbereich ÖBB-Postbus zerschlagen noch ein Drittel an Private weiter verkauft wird. Dennoch wurde das Unternehmen von der Regierung gezwungen, den Verkauf von 30 Prozent der Linien an Private voranzutreiben", kritisiert die AK. (red)

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