Pflegerl: "Halte Kusej für weitaus besseren Kandidaten"

30. Mai 2005, 15:31
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"Klares und dezidiertes Nein" des Intendanten des Stadttheaters Klagenfurts zu Ambitionen am Burgtheater - Künftiges Interesse gilt Musiktheater

Klagenfurt - Der Intendant des Stadttheaters Klagenfurt, Dietmar Pflegerl, hat am Montag noch einmal bekräftigt, keinerlei Ambitionen auf den Sessel des Burgtheaterdirektors zu hegen. "Ich bin nicht gefragt worden und selbst wenn man mich früge, gäbe es ein klares und dezidiertes Nein", sagte Pflegerl. Er machte sich neuerlich für Martin Kusej als Burg-Chef stark.

Wenn er nach dem Ende seiner Intendanz in Klagenfurt überhaupt noch etwas machen wolle, "dann möchte ich Musiktheater machen", meinte Pflegerl am Rande einer Pressekonferenz in Klagenfurt. Er hätte einmal auch eine Anfrage bezüglich der Leitung des Theaters an der Josefstadt mit eben dieser Begründung abgelehnt. Pflegerl: "Da bin ich offiziell gefragt worden und habe Nein gesagt."

Kusej "hat richtiges Alter für dieses Schlachtschiff"

"Ich halte Kusej für den weitaus besseren Kandidaten für die Burg, er hat auch das richtige Alter für dieses Schlachtschiff", unterstrich Pflegerl. Kusej würde die Kraft aufbringen, die Intendanz in Wien "zu heben." Daher wünsche er ihm auch eine ausgezeichnete Saison als Schauspieldirektor der Salzburger Festspiele. Pflegerl: "Wenn dieser Sommer für ihn wirklich gut läuft, dann kann man an ihm nicht mehr vorbei."

Pfegerl will Opern inszenieren

Pflegerl, dessen Vertrag in Klagenfurt 2007 ausläuft, möchte danach Opern inszenieren. Es gebe auch bereits konkrete Angebote, sagte er. Bezüglich seiner Nachfolge in der Kärntner Landeshauptstadt zeigte sich der Intendant "sehr froh" darüber, dass Kulturreferent LHStv. Martin Strutz (B) den Weg einer internationalen Ausschreibung gewählt habe. "Da werden sich wirklich unabhängige Fachleute in einer Jury mit den Bewerbungen auseinandersetzen und sechs oder sieben Kandidaten vorschlagen." Diese müssten sich dann einem öffentlichen Hearing stellen.

Gefragt, was er seinem Nachfolger an Ratschlägen geben würde, sagte Pflegerl: "Er soll möglichst unbelastet in dieses Land kommen, sich nicht von dem abschrecken lassen, was schon alles passiert ist und mit jugendlicher Kraft den Kampf um dieses Theater aufnehmen." Er rechne jedenfalls damit, dass "die nächste Generation" in Klagenfurt zum Zug kommen werde. (APA)

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