Test für die Tests

31. Mai 2005, 14:04
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Die Generalprobe für Bildungsstandards findet am Dienstag in den achten Schulstufen statt. Testobjekt: Mathematikstoff der achten Klasse

Wien - Am Dienstag findet an etwa 80 Schulen in ganz Österreich in den vierten Klassen AHS-Unterstufe bzw. Hauptschule ein Feldtest für die geplante Einführung von Bildungsstandards statt. Dadurch soll zunächst im Fach Mathematik überprüft werden, ob die für die Erhebung der Bildungsstandards vorgesehenen Tests tauglich sind, hieß es aus dem Bildungsministerium. An den 80 Pilotschulen werden knapp 7.000 Jugendliche der achten Schulstufe an der Erhebung teilnehmen, das sind etwa sieben Prozent aller Schüler dieser Schulstufe.

Auf Praxistauglichkeit prüfen

Mit den Bildungsstandards soll festgelegt werden, welche Kompetenzen die Schüler an den so genannten "Nahtstellen" des Bildungswesens (v.a. also in der vierten Klasse Volksschule und der vierten Klasse AHS bzw. Hauptschule) in den Kernbereichen eines Unterrichtsfachs erworben haben sollen.

Vor dem eigentlichen Einsatz müssen aber die dafür entwickelten Aufgaben auf ihre Praxistauglichkeit gecheckt werden - das passiert nun mit dem Feldtest. Die Ergebnisse werden zentral ausgewertet. Bei Bedarf werden dann die Tests geändert. Weder die Resultate des Feldtests noch jene der echten Bildungsstandards-Erhebungen fließen in die Schüler-Noten ein.

Keine "echte" Schularbeit

Mit den Standards soll die langfristige Kompetenz der Schüler überprüft werden. So werden bei den Aufgaben etwa auch die bei Schularbeiten in der vierten Klasse meist nicht mehr gefragten Bruchrechen-Kenntnisse aus der zweiten Klasse abgetestet. Daher ist der Schwierigkeitsgrad geringer als bei "echten" Schularbeiten.

Im "Endausbau" der Bildungsstandards sollen rund 30 Prozent eines Altersjahrgangs getestet werden. Die Direktoren erhalten dann die Auswertungen ihrer Schule zur Verfügung gestellt, die Lehrer jene ihrer Klassen und die Schüler neben den Einzelergebnissen (z.B. 90 Prozent der Aufgaben mit geringer Komplexität gelöst, 60 Prozent der Aufgaben mit mittlerer Komplexität etc. ) ein Stärke-Schwäche-Profil der einzelnen Kompetenzen (z.B. Rechnen geht ganz gut, Probleme bestehen aber bei der Argumentation). (APA)

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