Mit Mähboot gegen Wasserpflanzen in der Alten Donau

30. Mai 2005, 20:09
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Sima: Pflanzen sind ein Zeichen für gute Wasserqualität, werden wegen der Schwimmer entfernt

Wien - 300 Tonnen Makrophyten befinden sich derzeit in der Alten Donau in Wien: Die bis zu vier Meter hohen Wasserpflanzen sind aber ein Zeichen für gute Wasserqualität, erklärte Umweltstadträtin Ulli Sima am Montag in einer Pressekonferenz. Um dennoch die Schwimmer nicht zu stören, betreibt die Stadt "Makrophyten-Management", zu dem unter anderem das Mähen des Unterwasserwaldes gehört.

Grundsätzlich gelte im Altarm der Donau: "Was der durchschnittliche Wiener für eine Alge hält, ist keine Alge", betonte Sima. Im Gegenteil, sorgen die Makrophyten doch für die Sauerstoffproduktion im Gewässer, deshalb sei es wichtig, die Pflanzen zu mähen und nicht auszureißen. Auf bis zu zweieinhalb Meter tief werden die Pflanzen von derzeit zwei großen Mähbooten abrasiert. Eines davon befindet sich im Besitz der Stadt, das zweite ist angemietet. Dieses soll allerdings innerhalb des kommenden Monats durch ein neues Boot ersetzt werden, das in den Besitz der Stadt übergeht und das modernste seiner Art in ganz Europa sein soll, hieß es.

Fraß-Fische keine Alternative

Fraß-Fische als Alternative einzusetzen sei hingegen unklug, unterstrich Georg Janauer von der Universität Wien. Dies würden in Form ihrer Ausscheidungen "schwimmende kleine Nährstoffbomben" hinterlassen - dasselbe gelte auch für Wasservögel. Dies sei also kontraproduktiv im Bezug auf die Wasserqualität.

Da diese noch vor wenigen Jahren äußerst schlecht in der Alten Donau war, seien Wasserpflanzen damals fast gänzlich aus dem Gewässer verschwunden gewesen. (APA)

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